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Hilfe, das Schloss brennt

Margrit Höfer / 14.06.2010, 07:10 Uhr
Garzau (In House) 100 Jahre ist es her, dass das Schloss in Garzau durch eine Feuersbrunst vernichtet wurde. Im Nachgang dieses Ereignisses ließ der damalige Besitzer Paul von Rohrscheidt die Freiwillige Feuerwehr Garzau gründen. Die feierte am Wochenende ausgelassen ihr Jubiläum, unterstützt von Nachbarwehren und unter Nachspiel des historischen Ereignisses. Mehr als 30 Fahrzeuge nahmen an einem Korso durch die Gemeinde teil. Feierlicher Höhepunkt war die Weihe der Garzauer und der Rehfelder Fahne. Gefeiert wurde auch die Jugendfeuerwehr Garzau/Garzin, die gibt es jetzt seit zehn Jahren.

Ortswehrführer Burghard Miesterfeld schaut stolz auf seine Wehr. 30 Aktive, 14 Mädchen und Jungen in der Jugendwehr, drei Mitglieder der Alters- und Ehrenabteilung können sich sehen lassen. Aber vor allem auch, dass es keine Nachwuchssorgen gibt. Mit einem mehr als 30 Fahrzeuge umfassenden Korso durch den Ort, den die Feuerwehrleute aus Garzau und den Nachbarorten den Zuschauer boten, wurde der Vormittag begonnen.

Und schon nahte auch der nächste Höhepunkt. Die Fahnen der Garzauer und der Rehfelder Wehr wurden innerhalb eines Ehrenappells feierlich durch den stellvertretenden Landesbranddirektor Rainer Sachse sowie der Buckower Wehr geweiht. Während am Nachmittag Vorführungen wie ein Löschangriff mit der Handdruckspritze der Rehfelder oder durch den Lanz Bulldog aus Zinndorf sowie eine Höhenrettung demonstriert wurden, ging es im Festzelt hoch her.

„Das Schloss brennt“, hieß es dann auf einmal kurz nach 18 Uhr. Das historische Gebäude war auf einer Wand nachgemalt worden und brannte lichterloh. Mit Hilfe der frisch sanierten Handdruckspritze –wurde probiert, der Feuersbrunst Herr zu werden. Doch die Herren zielten daneben. Erst als die Jugendwehr anrückte und mit einer Tragkraftspritze TS 88 loslegte, qualmte es bald nur noch.

Danach sollte es ausgelassen im Festzelt weitergehen mit den Chefferin Drums aus Rüdersdorf und der Westernhagen-Coverband Belmondo. Doch es passierte ein Kuriosum. Um 21.46 Uhr ging die Sirene los. Kurze Verwunderung bei den Garzauern, hatten sie sich doch für diesen Abend vom Dienst abgemeldet. Die Kageler Wehr, die noch vor Ort war, raste los. Wie schon vor 100 Jahren, denn sie war eine von fünf, die damals das Garzauer Schloss löschten. An der alten Mühle in Garzau brannte ein Wohnwagen. Totalschaden, so die Polizei am Sonntag.

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