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Fangschleuse erhält Bowling- und Kegelbahn

Zuversichtlich: Jana Vollstõdt (45) hat sich als neue Betreiberin des Gasthauses am Werlsee viel vorgenommen. Das Haus verf³gt unter anderem auch ³ber eine Dampferanlegestelle.
Zuversichtlich: Jana Vollstõdt (45) hat sich als neue Betreiberin des Gasthauses am Werlsee viel vorgenommen. Das Haus verf³gt unter anderem auch ³ber eine Dampferanlegestelle. © Foto:
JWEILBACHERN / 15.08.2008, 08:17 Uhr
Fangschleuse () Von Jan C. Weilbacher

In Fangschleuse ist einiges im Umbruch und alles hat mit dem Berliner Investor Klaus Schröter zu tun. Noch im Herbst will er mit dem Bau einer Kegel- und Bowlingbahn beginnen und für die benachbarte Bäckerei sucht er einen neuen Betreiber. Für das Gasthaus am Werlsee, das ihm ebenfalls gehört, hat er bereits eine Pächterin gefunden.

Das Gasthaus am Werlsee, das der Berliner Fleischermeister Klaus Schröter 1994 baute, hat schon viele Pächter gesehen. Jana Vollstädt, die seit dem 1. Juli das Haus betreibt, ist Nummer acht. Es seien zumeist die verkehrten Leute am verkehrten Ort gewesen, erzählt Helga Hampel, die Lebensgefährtin des Investors. "Alle Pächter wollten immer nur ein Jahr bleiben." Bei der 45-jährigen Jana Vollstädt, die zuvor Projektmanagerin im Kongress Hotel in Berlin-Rahnsdorf gewesen ist, sei das anders. Sie habe ein Konzept vorgelegt und gleich einen 5-Jahres-Vertrag unterschrieben, sagt Helga Hampel. Das zeige, dass Jana Vollstädt Durchhaltevermögen aufbringen will. Und die Betreiberin hat sich auch viel vorgenommen. Nicht nur die klassischen Sommertouristen seien eine Zielgruppe, sagt sie, sondern zum Beispiel auch Senioren-Reisegruppen, Tagungsgäste oder Familien, die nach Grünheide kommen, um eine Hochzeit oder ähnliches zu feiern. Zusammen mit der Pension Schildkröte kann sie in beiden Häusern 40 Gäste unterbringen. Jana Vollstädt plant zudem für die kälteren Monate feste Veranstaltungsreihen. So solle es im Oktober beispielsweise ein Bockbier- und ein Schlachtefest geben. Gestartet wird mit dem Fischerfest am 4. Oktober.

Der Reiz am Werlsee zu übernachten, könnte sich bald noch erhöhen, wenn auf der gegenüberliegenden Seite die Kegel- und Bowlingbahn entsteht, die Klaus Schröter auf seinem Grundstück in der Eichenallee 14/15 geplant hat. Die Baugenehmigung liegt vor. Man warte mit dem Bau noch, bis über ein Fördermittelantrag entschieden wird, so Helga Hampel. Das werde wohl Ende September sein. In jedem Fall werde in diesem Jahr noch mit dem Bau begonnen. Ziel sei es, 2008 den Rohbau zu Ende zu bringen. Auf dem 3000 Quadratmeter großen Grundstück sollen je zwei Bowling- und Kegelbahnen entstehen. Mit Parkplätzen beträgt die Investitionssumme nach Angaben von Helga Hampel etwa 300 000 Euro. Das Freizeitangebot werde damit erweitert, sagt die 60-Jährige. Und die Bekanntheit des Ortes würde mit der Kegel- und Bowlingbahn ebenfalls steigen.

Die Idee einer solchen Bahn gab es schon 1994. Als letztes Hindernis zu dem Vorhaben erwies sich der Nachbar. Denn das jetzt 3000 Quadratmeter große, langgezogene Grundstück bestand ursprünglich aus zwei Flächen. Der geplante Bau der Kegelbahn habe sich verzögert, weil Klaus Schröter sich mit dem Nachbar nicht über die Grenzbebauung einigen konnte, erzählt die Lebensgefährtin. 2007 jedoch kaufte der Berliner Investor das Nachbargrundstück bei einer Zwangsversteigerung - der Weg für die Bahn wurde damit frei.

Als Problem stellt sich für Schröter noch die Bäckerei in der Eichenallee 15 dar. Hierfür wird ein Betreiber gesucht, nachdem man dem Letzten gekündigt hat. Seit Februar steht sie leer. Etwas anderes soll in den Laden nicht rein, sagt Helga Hampel. Die Leute würden einen Bäcker wollen - inklusive einem kleinen Café. "Das muss heutzutage sein."

Gasthaus am Werlsee, Eichenallee 9, Eröffnungsfeier am 23. August, 11 Uhr.

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