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Bis 2012 entsteht „Evangelische Kirche im Norden“

20.09.2010, 15:08 Uhr
Ludwigslust (DPA) Die geplante gemeinsame Kirche in Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg und Schleswig-Holstein soll „Evangelische Kirche im Norden“ heißen. Auf diesen Namen hat sich die gemeinsame Kirchenleitung der drei Landeskirchen Mecklenburg, Pommern und Nordelbien am Wochenende in Ludwigslust geeinigt.

Wie das Gremium am Montag weiter mitteilte, wurden Vorlagen für die verfassunggebende Synode der Nordkirche beschlossen, die Ende Oktober in Lübeck-Travemünde mit 264 Delegierten (Synodalen) aus allen drei Landeskirchen tagen soll. Einige Punkte seien intensiv diskutiert worden. So werde angestrebt, kirchliche Gremien mit der gleichen Zahl von Männern und Frauen zu besetzen.

Die gemeinsame Nordkirche wird rund 2,4 Millionen Mitglieder in derzeit 1140 Kirchengemeinden in Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern haben. Die Fusion soll zu Pfingsten 2012 vollzogen sein.

Arbeitsgruppen mit Mitgliedern aus allen drei Landeskirchen hatten in den vergangenen Monaten gemeinsam Bausteine der Verfassung erarbeitet. Die Bischöfe der bisherigen Kirchen, Gerhard Ulrich (Nordelbien), Andreas von Maltzahn (Mecklenburg) und Hans-Jürgen Abromeit (Pommern) zeigten sich zufrieden, wie es hieß. Der Prozess habe das Verständnis füreinander befördert.

Die neue Kirchenverfassung soll die Fusion der drei evangelischen Kirchen im Norden organisatorisch besiegeln. Der Entwurf umfasse 129 Artikel, hieß es. Hinzu komme ein sogenanntes Einführungsgesetz, das die notwendigen Regelungen zur Fusion abrunde. Hintergrund ist, dass die drei Kirchen ganz unterschiedliche Rechtstraditionen einbringen, die zu einem Neuen zusammengebracht werden müssen.

Die künftige Evangelische Kirche im Norden soll Mitglied der Vereinigten Evangelischen-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) sowie der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) sein. Die Pommern sollen auch nach der Fusion eine Gastmitgliedschaft in der Union Evangelischer Kirchen (UEK) behalten.

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