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Ein Herbstfeuer als Dankeschön für Jugendwehr

Ausbildung in Görsdorf: Detlef Baschin (M.) vergewissert sich, dass die Knoten noch „sitzen“.
Ausbildung in Görsdorf: Detlef Baschin (M.) vergewissert sich, dass die Knoten noch „sitzen“. © Foto: Elke Lang
Elke Lang / 19.10.2010, 08:05 Uhr
Görsdorf bei Storkow (In House) Seit 15 Jahren gibt es jährlich ein Ereignis in Görsdorf, das ganz im Zeichen der Jugendfeuerwehr steht. Es ist das Herbstfeuer als Dank für deren Arbeit und als Werbung neuer Mitglieder.

Das ganz große Fest der Freiwilligen Feuerwehr Görsdorf fand in diesem Jahr im Sommer zu deren 80-jährigem Bestehen statt. Da marschierten die 23 aktiven Mitglieder an der Spitze des Festumzugs, der über eine Stunde durch das Dorf und zurück führte.

Das Herbstfeuer aber wird eingeleitet mit einem vergleichsweise kleinen Fackel- und Lampionumzug, an dem alle Einwohner des Dorfes, ob Groß oder Klein, teilnehmen können. Angeführt von zünftigen Fackeln wird dieser von den aktuell acht Jungen zwischen sieben und 15 Jahren, welche die Jugendfeuerwehr des Ortes bilden. Mithilfe der Fackeln wird dann das große Lagerfeuer angezündet. Es kann Knüppelteig gebacken werden, und besonders spannend für die Kids sind die Rundfahrten mit den Feuerwehrautos bei Dunkelheit. „Uns ist es wichtig, dass mit fünf, sechs Jahren bereits das Interesse für die freiwillige Feuerwehr geweckt wird“, erklärt Bernd Dreier, der Ortswehrführer.

Wenn für die Kids Schlafenszeit ist, feiern die Erwachsenen noch bis Mitternacht weiter. Für Imbiss vom Grill ist gesorgt, und wer ein Glas Glühwein gratis trinken will, muss nur ein Stück Schrott auf dem Festplatz abliefern. Seit acht Jahren gehört nämlich noch ein großer Schrottcontainer dazu. Der Erlös kommt gemeinsamen Unternehmungen der Jugendfeuerwehr zugute.

In diesem Jahr sind alle zur Sommerrodelbahn und ins Schwapp nach Fürstenwalde gefahren sowie zum Bowling nach Storkow. Im vergangenen Jahr waren der Freizeitpark Belantis bei Leipzig und Legoland Berlin Ausflugsziele. Auch der Feuerwehr des Flughafens Berlin-Schönefeld war ein Besuch abgestattet worden.

Ansonsten wird aber bei der Jugendfeuerwehr Görsdorf ernsthaft gearbeitet. Aller 14 Tage dienstags treffen sich die Jungen unter Leitung von Jugendwart Detlef Baschin für zwei Stunden. Im Sommer geht es dabei von 17 bis 19 Uhr um praktische Dinge wie Schlauchrollen, Kuppeln, Löschangriff nass, unfallfreies Tragen von Geräten und Ausrüstungen bei Gruppenstafetten.

Im Winter sind die theoretische Ausbildung mit Schlauchkunde, Armaturenkunde, Brandmeldung und – „ganz groß geschrieben“, unterstreicht Detlef Baschin – der Unfallschutz an der Reihe. „Aber wir büffeln nicht wie in der Schule“, beruhigt der Jugendwart. „Es muss gelernt werden, aber mit Spaß.“ So gehörte auch schon einmal das Basteln von Feuerwehrautos aus Modellbögen zu den Zusammenkünften.

„Wir versuchen, die Kinder so vorzubereiten, dass sie beim Erreichen des entsprechenden Alters direkt, also ohne Anwärterzeit, als Dienstgradfeuerwehrmann aufgenommen werden können. Und wir haben schon viele aus der Jugendfeuerwehr übernehmen können“, ist Bernd Dreier zufrieden. Für Detlef Baschin hat er nur Lob: „Mit Unterbrechung seit 14 Jahren macht er eine sehr gute Jugendarbeit. Es ist nicht einfach, sich um die Kinder nach deren Schulalltag zu kümmern, sie zusammenzuhalten.“

Die Erfolge können sich sehen lassen. Bei den Stadtausscheiden hatte die Görsdorfer Jugendfeuerwehr zweimal in Folge den 
1. Platz errungen, „und in diesem Jahr haben wir alle mit 30,6 Sekunden überragend geschlagen“, so mit Stolz Detlef Baschin. Bei den Kreismeisterschaften in diesem Jahr war es immerhin der 
6. Platz.

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