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Görsdorfer wollen neuen 
Sportplatz in 
48 Stunden

Will etwas bewegen: Ortsvorsteher Wilfried Lengert vor dem alten, kaputten Fußballtor.
Will etwas bewegen: Ortsvorsteher Wilfried Lengert vor dem alten, kaputten Fußballtor. © Foto: MOZ/Jörn Tornow
Lea Sophie Lukas / 23.04.2011, 07:18 Uhr - Aktualisiert 26.04.2011, 07:36
Görsdorf bei Storkow (In House) 48 Stunden Zeit geben sich die Görsdorfer, wenn sie Mitte Mai mit vereinten Kräften ihren Sportplatz auf Vordermann bringen. Mit der Aktion soll der Ort für Kinder und Jugendliche attraktiver und der Zusammenhalt der Dorfgemeinschaft weiter gestärkt werden.

Es steht ein gutes Stück Arbeit an, dessen ist sich Dorfvorsteher Wilfried Lengert (parteilos) bewusst. Aber er ist sich sicher, dass die Görsdorfer das Ziel, das sie sich gesteckt haben, erreichen werden. „Wir machen viel hier im Dorf. Der Zusammenhalt klappt problemlos“, sagt er. Um das wieder einmal ganz praktisch unter Beweis zu stellen, haben sie sich einen besonderen Arbeitsauftrag erteilt: Am 14. und 15. Mai wollen die Görsdorfer ihren über die Jahre verwilderten Sportplatz erneuern – und das innerhalb von gerade einmal 48 Stunden.

Bei einer Versammlung des Ortsclubs im vergangenen Februar waren die jüngsten Görsdorfer befragt worden, was sie sich für ihr Dorf am meisten wünschen. Eine Antwort war schnell gefunden: Der alte Fußballplatz, auf dem nur noch die verwitterten Metalltore daran erinnern, dass dort einmal gekickt wurde, sollte wieder bespielbar werden.

Der Wunsch der Kinder wurde erhört. Jetzt rüstet sich der Ort für die Arbeitsaktion. Von der Stadt Storkow und privaten Spendern wurde finanzielle Unterstützung zugesagt. Zudem haben sich zwei Bauern dazu bereit erklärt, mit Trecker und Walze anzurücken, um die rund 11 000 Quadratmeter messende Rasenfläche in ein planes Spielfeld zu verwandeln.

„In unserem Ort gab es lange nicht genug Kinder, aber das ändert sich jetzt langsam“, sagt Wilfried Lengert. Erst vor wenigen Tagen wurde ein neuer Görsdorfer geboren. Der Ort, der nun 386 Einwohner zählt, will für die nächste Generation attraktiver werden. „Einen schönen Jugendclub haben wir schon. Jetzt kommt der Sportplatz dazu“, sagt Lengert.

Die Idee, den Arbeitseinsatz innerhalb einer bestimmten Frist zu absolvieren, ist nicht neu. Als Vorbild diente den Görsdorfern der Verein Berlin-Brandenburgische Landjugend, der in diesem Jahr bereits zum 14. Mail eine „48-Stunden Aktion“ für Jugendliche und zum guten Zweck plant.

Auch in Görsdorf will man am Ende zwar ein Erfolgserlebnis feiern. Nicht vernachlässigt werden soll aber auch der Spaß an der Sache. „Die Jugendfeuerwehr kommt und bewässert die neue Rasensaat, ab Mittag wird gegrillt und die Frauengruppe sorgt für Kaffee und Kuchen“, verspricht Wilfried Lengert. Weitere Aufgaben werden am Mittwoch bei einer Ortsclub-Versammlung verteilt. Freiwillige Helfer sind weiterhin willkommen.

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