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Görsdorf baut sich einen Sportplatz

Am fast fertigen Sportplatz: Kevin Kupsch, Axel und Eric Drogan von der Jugendfeuerwehr, Ortsvorsteher Wilfried Lengert, Jugendwart Karoline Dreier und Hans-Werner Bischof
Am fast fertigen Sportplatz: Kevin Kupsch, Axel und Eric Drogan von der Jugendfeuerwehr, Ortsvorsteher Wilfried Lengert, Jugendwart Karoline Dreier und Hans-Werner Bischof © Foto: Elke Lang
Elke Lang / 15.05.2011, 21:21 Uhr
Görsdorf bei Storkow (In House) Wenn genügend Leute ordentlich mit anpacken, kann man in rund 16 Stunden einen neuen Sportplatz bauen. Das haben die Görsdorfer bewiesen. Am Wochenende beteiligten sie sich an der vom Verein Berlin-Brandenburgische Landjugend initiierten 48-Stunden-Aktion.

Bis zu 50 Leute tummelten sich am Freitag und am Sonnabend auf dem weit über 11000 Quadratmeter großen Gelände. Dann war der Sportplatz fertig. Die rund zehn Mitglieder des Jugendclubs mit ihrem Leiter Manfred Schuster und die neun Jungen von der Jugendfeuerwehr mit Jugendwart Karoline Dreier wurden bei der Erfüllung ihres Wunsches nach einem Sportplatz von vielen Erwachsenen ehrenamtlich unterstützt. Das waren vor allem die 25 Mitglieder des Dorfclubs sowie die Frauengruppe, die für die Verpflegung sorgten. Dann gehörten dazu Mitarbeiter eines örtlichen Baumaschinenhandels und örtlicher landwirtschaftlicher Betriebe, die mit schwerer Technik angerückt waren, um zu begradigen, zu mulchen und den Grassamen einzubringen. Andere gruben die Tore aus, entrosteten sie und strichen sie neu. Es mussten Steine und Äste eingesammelt werden. Mit Harken wurden die letzten Unebenheiten beseitigt. Den coolsten Job aber hatte die Jugendfeuerwehr. Sie war für die Bewässerung der neuen Anlage zuständig, wozu ein örtliches Unternehmen extra einen Brunnen gebohrt hatte.

Einen Sportplatz hatte es hier an dieser Stelle schon vor dem Zweiten Weltkrieg für den Schulsport gegeben. Seine große Zeit erlebte er in den 60er Jahren mit dem Fußballverein Rot-Weiß Görsdorf, der hier Kreisliga-Spiele ausrichtete. Der 75-jährige Karl Rieck besitzt noch Fotos davon. Als sich der Verein aus Altersgründen aufgelöst hatte, wurde der Platz immer weniger genutzt und verwilderte schließlich. „Es bestand kein Interesse und gab keinen Verantwortlichen“, konstatiert Karl Rieck nüchtern.

Das änderte sich Anfang des Jahres. „Sowohl der Ortsbeirat als auch der Dorfclub überlegten, wie sie die Kinder und Jugendlichen stärker in das Dorfleben einbinden können“, erzählt Hans-Werner Bischof, stellvertretender Ortsvorsteher (SPD). Schließlich waren durch eine neue Wohnsiedlung mit 63 Häusern neue Kinder dazugekommen. Den Wünschen der Kinder entsprechend, stand also dringend eine Aktivierung des Fußballplatzes an.

Bischof und Ortsvorsteher Wilfried Lengert (parteilos) sind sehr zufrieden mit der Beteiligung. „Es haben sich auch viel mehr Sponsoren und Spender gefunden, als gedacht. Die Aktion hat unsere Dorfgemeinschaft gefestigt. Wir denken nun über die Erweiterung der Nutzung als Festwiese nach“, so Lengert. Auch Karoline Dreier freut sich. „Wir haben neun Jungen in der Jugendfeuerwehr. Das ist viel für den kleinen Ort. Alle haben begeistert mitgemacht.“

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