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Sanierung des Friedhofes ist das Wichtigste

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JKUEHLN / 21.01.2009, 05:44 Uhr
Günthersdorf () Der neue Ortsvorsteher von Gün-thersdorf, Alfred Stahr, hat sich vielfältige Aufgaben vorgenommen. Als erste Amtshandlung hat er eine mehrköpfige Arbeitsgruppe zusammengestellt, die ihn unterstützen soll.

Alfred Stahr ist ein vielbeschäftigter Mensch. Gerne mischt er sich unter die Leute, ist bei vielen öffentlichen Veranstaltungen in Friedland zugegen. Als Stadt-Jugendwart der freiwilligen Feuerwehr setzt er sich für die Nachwuchsarbeit ein, und leitet seit diesem Schuljahr die Arbeitsgemeinschaft "Feuerwehr" an der Friedländer Grundschule.

Seit Ende vergangenen Jahres hat Stahr eine weitere Funktion übernommen: Er ist von den Friedländer Stadtverordneten zum Ortsvorsteher von Günthersdorf gewählt worden. Seitdem hat er wichtige Weichenstellungen vorgenommen. "Als erstes habe ich eine Arbeitsgruppe gebildet, in der die Stadtverordnete Verena Reibsch, Dennis Radlow als Vertreter der Agrargenossenschaft, Ortswehrführer René Schulze, Bernd Ludwig von der Jagdgenossenschaft und Daniel Schulze vom Jugendklub vertreten sind." Die Gruppe soll den Ortsvorsteher bei seiner Arbeit, etwa bei der Organisation von Dorffesten, unterstützen. Außerdem sollen die Mitglieder dieses Gremiums auch Ansprechpartner für die Dorfbevölkerung sein.

Als nächstes möchte Alfred Stahr an seinem Grundstück, das genau gegenüber dem Dorfgemeinschaftshaus liegt, einen Briefkasten anbringen, in den die Bürger Post einwerfen können, die Stahr zwei Mal die Woche an die Stadtverwaltung weiterleiten will. Er bietet seinen Dorfbewohnern jederzeit ein offenes Ohr an. Jeden dritten Monat werde eine Bürgerversammlung einberufen, kündigt Stahr an. Die Treffen sollen in der ehemaligen Schule stattfinden, in der der Ortsvorsteher als Knabe das Einmaleins gelernt hatte. "Wenn es Probleme oder sonstige Anliegen gibt, kann mich jeder Günthersdorfer telefonisch erreichen", so Stahr.

Der 59-Jährige hat sich vielfältige Aufgaben vorgenommen: Eine der dringendsten Maßnahmen, die er anschieben möchte, sei die Sanierung des Friedhofes. Dort müssten die Pflasterungen erneuert werden, ebenso der Zaun, der vor Jahrzehnten von den Bürgern in Eigenleistung gebaut worden war. Von der ehemaligen Mülldeponie am Dorfende solle der Zaun entfernt und die Fläche bepflanzt werden. Der Jugendklub in der Dorfmitte benötige eine neue Wärmedämmung. Der Vorplatz müsse neu gepflastert werden. Auch die Gehwege seien teilweise im repaturbedürftigen Zustand.

Neben den baulichen Maßnahmen will Stahr auch gesellige Vorhaben organisieren. So in Kürze die Fastnacht, die am 7. Februar stattfindet: Um 12 Uhr wird gezampert, abends soll es in der ehemaligen Gaststätte Konzack ein buntes Programm geben.

Stahr, der erst im zweiten Anlauf Ortsvorsteher wurde, weil der Günthersdorfer bei den Kommunalwahlen äußerst knapp die Mehrheit der notwendigen Stimmen verpasst hatte, lobt den Zusammenhalt im Dorf. "Wenn es darauf ankommt, helfen viele mit, das klappt ganz gut bei uns." Trotzdem wünscht er sich, dass die Bürger auch von sich aus, das heißt, ohne vorherige persönliche Ansprache, am Dorfgeschehen teilnehmen würden.

Alfred Stahr wurde 1949 in Günthersdorf geboren. In seiner Jugend habe er sich immer gerne an der damaligen Milchrampe aufgehalten: "Dort haben die Bauern jeden Tag ihre Milch in Kannen abgeliefert. Das war unser eigentlicher Dorftreff." Auch am Chausseegraben gegenüber der Gaststätte habe man sich als Jugendlicher wohlgefühlt. Heute könnten sich die Jugendlichen im Jugendklub treffen, der im ehemaligen Konsum untergebracht ist.

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