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Garziner stöbern in der Geschichte

AZIMMERMANNN / 27.03.2009, 07:30 Uhr
Garzin Monika Harnisch blättert zurzeit öfter in alten Unterlagen. Die Vorsitzende des Garziner Bürgervereins und ihre Mitstreiter haben vor allem Bewohner des Ortsteils gebeten, Material zur Geschichte zusammenzutragen. Schließlich steht Ende Juni die 700-Jahr-Feier an.

1309 scheint das Jahr der ersten urkundlichen Erwähnung von Garzin zu sein. Ein Johanne de Garzin wurde damals als Strausberger Konsul genannt. "Besiedelt war der Ort allerdings schon in slawischer Zeit", sagt Monika Harnisch, die seit 20 Jahren in Garzin lebt. Sie erinnerte nun auch daran, dass Gemeinden ringsum zum Teil bereits ihre 750-Jahr-Feiern begangen hätten. Also habe auch der Bürgerverein nach möglichst belastbaren Quellen gesucht. Hinweise etwa auf eine 600- oder 650-Jahr-Feier seien bisher allerdings nicht dabei gewesen.

"Schon durch den 30-jährigen Krieg sind offenbar viele alte Unterlagen verloren gegangen", erzählt sie und verweist auf die selben Folgen im Zuge des Zweiten Weltkriegs. Der 2007 verabschiedete Pfarrer Johannes Hilbert habe noch auf ein zwischendurch begangenes Kirchenjubiläum aufmerksam gemacht. Monika Harnisch schließt nicht aus, dass dies 1974 war: "Das Pfuelsche Wappen am Kirchturm ist mit der Jahreszahl 1574 versehen." Vermutlich seit 1539, an anderen Stellen heißt es auch 1536 bzw. 1580, war das Dorf in Besitz derer von Pfuel.

Das benachbarte Garzau, 1247 bereits als Grenzort des Zinnaer Besitzes auf dem Barnim bekannt, habe - warum auch immer - bis heute nicht die Ersterwähnung gefeiert. Seit 2002 bilden beide Dörfer eine Gemeinde.

Neben der Vorbereitung des Festwochenendes vom 26. bis 28. Juni tausche man sich zurzeit im Verein viel zur Geschichte - auch der Jüngeren - aus. In einer Ortsgestaltungskonzeption aus den 1980er Jahren sind neben historische Daten auch verschiedene Schreibweisen des Ortsnamens zu finden, zu denen Garczin, Gartzin und auch Gartzien gehörten. Angeschrieben habe der Verein auch die Bewohner des Ortsteils. Mit Bergschäferei und Liebenhof sind dies in den vergangenen Jahren stets etwa 200 bis 210 gewesen. "Dank moderner Technik können die meisten Dinge ja gleich eingescannt werden", freut sich Monika Harnisch über die ersten Angebote. Alte Fotos und Postkarten seien allerdings rar.

Große Stütze bei dem Thema und im Verein sei unter anderem Adelheid Ludwig, die bis 1988 und damit 15 Jahre lang Bürgermeisterin gewesen sei. Zuvor sei diese Funktion von 1945 an immer wieder neu besetzt worden.

Übrigens: Kinder, Eltern und Großeltern aus Garzin und gern auch umliegenden Orten sind am Sonnabend, 28. März, zwischen 15 und 17 Uhr, wieder zum Osterbasteln in den Raum der Gemeinde, Am Haussee 7, eingeladen. Schere und Malsachen sollten mitgebracht werden. Kuchen und Getränke stehen bereit. Ab 19 Uhr gibt es zudem einen Spieleabend.

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