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"Wir sind sehr zufrieden"

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Detlef klementz / 28.06.2009, 19:46 Uhr
Garzin Die langen und intensiven Vorbereitungen haben sich gelohnt. Die Garziner haben am Wochenende das 700. Jubiläum der ersten urkundlichen Erwähnung des Ortes mit verschiedenen Veranstaltungen gebührend gefeiert.

"Alles hat sehr gut gepasst. Wir sind sehr zufrieden." So lautete das Resümee, das Andreas Hauptmann gestern zog. Der Ortsvorsteher hatte am Freitagabend auf der Festsitzung einen historischen Abriss über die Entwicklung des Ortes mit seinen derzeit rund 210 Einwohnern gegeben. In dem Zusammenhang dankte er dem Jahnsfelder Dorfchronisten Marco Schulz, der dazu eine kleine Ausstellung im Gemeinderaum zusammengetragen hatte. Hauptmann verwies unter anderem auf das Garziner Schloss, das im Zweiten Weltkrieg durch eine Bombe schwer beschädigt worden war. Nach einem Feuer 1946 sei es abgerissen und auf seinen Grundmauern ein Wohnhaus errichtet worden.

Viel Lob und ein großes Dankeschön richtete der Ortsvorsteher vor allem an die Freiwillige Feuerwehr, auf die stets Verlass sei.

Mit Nachdruck sprach sich Hauptmann dafür aus, das gewachsene Ortsbild und den Einklang "mit der uns umgebenden Natur zu wahren". Manches sei noch zu tun. In nächster Zeit gehe es um den Dorfplatz, als spätere Aufgaben nannte er die Sanierung des Dorfteichs und den Fußweg durchs Dorf.

Natürlich hatte der Ortsvorsteher am Freitag auch das Denkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs angesprochen, das am Sonnabend im Beisein zahlreicher Bewohner eingeweiht worden war. Hauptmann erzählte die Geschichte von Richard Fehrmann, der als erster Garziner in dem Krieg starb. Neun Namen stehen auf dem Stein, der von den Berlinern Steinmetzen Wolfgang Fischer-Ohl und Wilfried Christiansen hergerichtet worden war. Teile des Denkmals, das nach dem Zweiten Weltkrieg abgerissen worden war, waren 2005 zufällig bei Erdarbeiten entdeckt worden. Mutige hätten seinerzeit den Adler versteckt, sagte der Ortsvorsteher.

Nach der Einweihung begann der Umzug durch den Ort. Der Blasmusik folgten mehr als 20 Bewohner in historischen Kostümen. Die hatte die Kleiderkammer Rüdersdorf zur Verfügung gestellt. Natürlich durfte die Feuerwehr mit ihrem weithin bekannten Feuerwehr-Trabbi nicht fehlen. Beliebte Fotomotive waren auch die Traktoren aus vergangenen Zeiten, darunter das Gefährt Marke Eigenbau, das Arnold Hinkelmann 1986 mit einem Multicar 22-Motor ausrüstete.

Festgottesdienst, Kaffeetafel, Markttreiben - die Aufzählung ist längst nicht vollständig. Alles stieß auf Interesse und trug zum Gelingen der Feierlichkeiten bei.

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