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Neue Gemeinderäume für Herzhorn

Gro▀es Vorhaben: Reichenow-M÷glins B³rgermeister Wolf-Dieter Hickstein vor dem Gemeindezentrum Herzhorn (vorne, Betonfassade). Auf rund 30 Metern Lõnge soll die insgesamt 60 Meter lange Baracke saniert werden.
Gro▀es Vorhaben: Reichenow-M÷glins B³rgermeister Wolf-Dieter Hickstein vor dem Gemeindezentrum Herzhorn (vorne, Betonfassade). Auf rund 30 Metern Lõnge soll die insgesamt 60 Meter lange Baracke saniert werden. © Foto:
cgreite / 01.07.2009, 07:39 Uhr
Herzhorn () Reichenow-Möglins Bürgermeister Wolf-Dieter Hickstein möchte das baufällige Herzhorner Gemeindezentrum sanieren. Nachdem ein erster Entwurf für den Umbau der ehemaligen LPG-Baracke zu teuer war, stimmen die Gemeindevertreter am Donnerstag über eine abgespeckte Variante ab.

Herzhorn verfügt über ein großes, geradezu riesenhaftes Gemeindezentrum - theoretisch jedenfalls. Denn in dem Ortsteil der Gemeinde Reichenow-Möglin steht am Ihlower Weg ein 13 mal 60 Meter großes Gebäude zur Verfügung. Doch die Praxis sieht anders aus: Die meisten Räume der ehemaligen LPG-Baracke sind stark baufällig und stehen leer. Nur ein kleiner Teil des Bauwerks wurde Anfang der 90er Jahre von Bürgern in Eigeninitiative saniert. Hier finden seither nicht nur die Versammlungen der freiwilligen Feuerwehr, sondern auch Gemeindevertretersitzungen und zunehmend private Feiern statt. Zuviel für den kleinen Raum, sagt Reichenow-Möglins Bürgermeister Wolf-Dieter Hick­stein: "Wir haben immer mehr Anfragen für Jubiläen und andere Anlässe. Der Raum platzt aus allen Nähten. Da muss sich bald etwas tun".

Bereits seit einem Jahr wird in der Gemeinde deshalb über eine Sanierung der Baracke diskutiert. Eine erste Studie der Wriezener Planungs- und Ingenieurgesellschaft (PIG) sah die komplette Renovierung und Nutzung des Gebäudes aus den 50er Jahren vor. Doch die Pläne sprengten den finanziellen Rahmen - und überstiegen auch die räumlichen Bedürfnisse der Gemeinde. Auf ihrer morgigen Sitzung stimmen die Gemeindevertreter daher über eine abgespeckte Variante ab. Statt des ganzen Bauwerkes, soll jetzt nur noch rund die Hälfte der Baracke saniert werden. Der mittlere Teil soll abgerissen werden, der hinterste Teil des Gebäudes bliebe zunächst in seinem bisherigen Zustand.

Rund 470 000 Euro soll der Umbau des vorderen, rund 30 Meter langen Gebäudeabschnitts kosten, der der Freiwilligen Feuerwehr zwei neue Stellplätze für die Einsatzwagen bieten soll. Der Raum des bisherigen Gemeindezentrums soll in Zukunft allein der Feuerwehr zur Verfügung stehen, die zurzeit 23 aktive Mitglieder hat. Für Gemeindezwecke soll dafür ein eigener, mehr als doppelt so großer Raum eingerichtet werden.

Zur Finanzierung des Baus hofft Wolf-Dieter Hickstein auf Gelder aus dem Programm "Leader Plus". Mit den Mitteln dieser EU-Förderrichtlinie könnten 75 Prozent der Kosten getragen werden. Auf die Gemeinde, die Bauherrin des Projekts wäre, würden 25 Prozent entfallen. Die rund 118 000 Euro sollen laut Wolf-Dieter Hickstein durch Rücklagen, eine Kreditaufnahme oder weitere Zuschüsse aufgebracht werden. "Es wäre natürlich eine Anstrengung, das Geld zusammen zu bekommen. Meiner Meinung nach ist sie aber einfach notwendig", sagt der Bürgermeister dazu. Und ergänzt: "Ohne die Leader Plus-Gelder ist das Projekt natürlich nicht umsetzbar." Wie Hickstein sagt, hat er für die Zusage dieser Mittel aber schon "positive Signale" erhalten. Er ist deshalb optimistisch, dass ein Bau schon im nächsten Jahr beginnen könnte.

Für den hinteren Teil der Baracke, der nach dem teilweisen Abriss stehen bleiben würde, sieht der Plan keine Verwendung vor. Doch Hickstein hat sich auch über diese Räume Gedanken gemacht, die im Moment - ungenutzt und mit Pflanzen bewachsen - ein etwas wüstes Bild abgeben: "Es ist ein interessantes Gebäude, das früher einmal eine Schnapsbrennerei enthielt. Auch das Kellergewölbe existiert noch. Vielleicht findet sich dafür ja ein privater Käufer", überlegt er.

Doch zunächst einmal muss der Plan die Zustimmung der Gemeindevertreter finden. Vielleicht hilft ja der Ort bei der Entscheidungsfindung - denn die Sitzung findet in der besagten, ehemaligen LPG-Baracke statt.

Gemeindevertretung Reichenow-Möglin, Donnerstag, 2. Juli, 18 Uhr, Gemeindezentrum Herzhorn. Die Sitzung ist öffentlich.

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