Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Inbetriebnahme Solarpark Metzdorf zum Ende des Jahres geplant

Sonnige Aussichten

Noch ist viel zu tun: Bis Ende des Monats sollen auf allen Gestellen, den sogenannten Tischen, im Solarpark in Metzdorf die Module zur Stromgewinnung installiert sein.
Noch ist viel zu tun: Bis Ende des Monats sollen auf allen Gestellen, den sogenannten Tischen, im Solarpark in Metzdorf die Module zur Stromgewinnung installiert sein. © Foto: MOZ/Nadja Voigt
Nadja Voigt / 15.11.2011, 18:35 Uhr
Metzdorf (MOZ) Solarmodule so weit das Auge reicht: In Metzdorf entsteht seit September ein Solarpark. Noch bis Ende des Monats werden sich die Bauarbeiten hinziehen, ab Dezember soll der Strom dann ins Netz eingespeist werden.

Die Firma juwi Solar hat im Oderbruch gesucht und ist fündig geworden: Knapp 14 Hektar misst das Areal am Feldweg in Metzdorf. Wo früher Enten gemästet wurden, soll nun aus Sonnenkraft Strom werden.

„Die Module sind alle nach Süden ausgerichtet“, erklärt Bauleiter Heiner Mäding. Doch bis der Strom ab Ende Dezember fließen kann, ist auf der Baustelle noch einiges zu tun. „Die Module sind zwar fertig produziert, doch sie müssen noch auf den sogenannten Tischen installiert und dann technisch verschaltet werden“, erklärt Mäding. „Bis jetzt liegen wir jedoch gut im Plan.“

Bis es soweit war, musste zunächst die Fläche hergerichtet werden. Dafür wichen zwei Ruinen sowie eine Baumreihe. Die Ausgleichpflanzungen dafür werden im nächsten Frühjahr südlich der Anlage vorgenommen, versichert der Bauleiter. Dann wird der Solarpark bereits am Netz sein und seine Nennleistung von sechs Megawatt ins Netz des örtlichen Monopolisten E.ON edis einspeisen.

„Wir selbst sind inzwischen auch Anbieter und versorgen seit diesem Jahr zwei kleine Gemeinden in Westdeutschland mit Solarstrom“, erklärt Jaqueline Manzke, Kommunikationsmanagerin im Konzern. Doch vorrangig sehe sich ihre Firma als Projektentwickler für Investoren, an die dann die Solarparks übergeben werden. So ist es auch im Fall von Metzdorf, nähere Angaben zum Investor wollte Jaqueline Manzke jedoch nicht machen.

Die rund 40 000 Solarmodule auf 832 Tischen und einer Fläche von 50 000 Quadratmetern könnten etwa 1800 Haushalte mit Strom versorgen, rechnet Heiner Mäding vor. Allerdings sei die Anlage in Metzdorf keine nachgeführte Anlage, erklärt er. Diese seien sehr wartungsintensiv und teuer. „Außerdem könnten wir dann weniger Module verbauen, weil sich die Anlage ja nach dem Sonnenstand ausrichten und sich drehen müsste“, erklärt Jaqueline Manzke.

Drei Firmen sind auf der riesigen Baustelle aktiv, darunter eine Elektrofirma aus Wriezen und Gestellbauer aus Schwedt. Ansonsten sind es vor allem ungarische Arbeiter, die an den Tischen und Modulen schrauben. Die Firma Standard Solar ist in diesem Jahr ausschließlich in Deutschland tätig, weil es so viele Projekte gibt, bestätigt der Vorarbeiter der Ungarn.

Durch die Gesetzgebung stehen auch der Firma juwi Solar Türen und Tore offen. So konnten bereits Projekte in Mecklenburg-Vorpommern aber auch in der Lieberoser Heide realisiert werden, zählt Jaqueline Manzke auf. „Wir betrachten das als eine sinnvolle Zwischennutzung, eine Übergangslösung mit erneuerbaren Energien“, sagt sie. Vor allem bei alten militärisch genutzten Geländen wie der Lieberoser Heide oder aber, wie in Metzdorf, alten Mastanlagen. Beeinträchtigungen für die Anwohner gebe es keine, so die Sprecherin. Zwar brummen die Trafos auf dem Gelände, doch das würde man schon hinter dem Zaun nicht mehr hören können, ergänzt Heiner Mäding. Und eventuelle Spiegelungen beträfen allenfalls Flugzeuge.

Ist die Anlage erst einmal in Betrieb genommen, wird es auf dem Areal in Metzdorf deutlich ruhiger werden. „Denn dann wird die Anlage mittels Fernüberwachung aus Brandis überprüft“, erklärt Manzke. Ein Servicemitarbeiter würde dann auf Anfrage oder nach Bedarf auf dem eingezäunten Gelände nach dem Rechten sehen und die fehlerhaften Module austauschen.

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.
atomino 24.12.2011 - 08:01:15

Ich wünsche allen......

.......ein frohes Fest und guten Rutsch ins neue Jahr. Dass, meine Solaranlage mir Strom liefert, wenn es mal zum Stromausfall kommt, weis ich, weil ich einen Akkuspeicher dran habe. Diese Anlage wird über die Mittagszeit ihren Strom in das Stromnetz "husten". Mehr nicht. Und wieder war ein Schildbürger auf Dummenfang aus und hat Dumme gefunden.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2017 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG