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Wertstoffe
Katzenkot am Container entsorgt

Am Freitag hat die AWU den Standort an der Ecke Teschstraße/Erdmannstraße gereinigt, am Sonntag war er schon wieder vermüllt.
Am Freitag hat die AWU den Standort an der Ecke Teschstraße/Erdmannstraße gereinigt, am Sonntag war er schon wieder vermüllt. © Foto: Jürgen Liebezeit
Jürgen Liebezeit / 13.08.2019, 06:00 Uhr
Hohen Neuendorf (MOZ) Es ist wie ein Katz- und Maus-Spiel", beschreibt Manfred Speder, Geschäftsführer des Entsorgers AWU, die Situation, über die sich Anlieger von Sammelstellen für Wertstoffe kreisweit regelmäßig beschweren. Kaum ist ein vermüllter Standort gereinigt, türmen sich wenige Stunden später wieder illegal entsorgte Dinge vor den Containern.

Matthias Schulz aus Hohen Neuendorf kann ein trauriges Lied davon zu singen. Er wohnt in der Erdmannstraße in unmittelbarer Nähe einer Sammelstelle. "Wir leiden seit Jahren unter der Vermüllung des umliegenden Geländes und der Belästigung durch das Nichteinhalten der Glas­einwurfzeiten. Leider nimmt das Problem gerade in den vergangenen Wochen zu. Ruhezeiten werden ignoriert, freundliche Hinweisen durch Anwohner wird oft mit Beschimpfungen, Beleidigungen und Bedrohungen begegnet", berichtet er im Namen der Anlieger. Und nicht nur das. Immer wieder stellen Unbekannte ihren Müll vor die Container. "Wir finden Batterien, Reifen, Bauschutt und sogar Tüten mit Katzenkot und verdorbenen Lebensmitteln.". Inzwischen leben dort laut Schulz sogar Ratten. Er beklagt, dass weder die Stadt, noch die AWU das Problem lösen.

"Es ist leider nicht zu lösen", räumt AWU-Geschäftsführer Speder ein. "Wir bemühen uns nach besten Kräften, die Standorte sauber zu halten", sagt er. Dafür werde extra ein Fahrzeug vorgehalten, um bei Beschwerden schnell reagieren zu können. Doch das fehlende Unrechtsbewusstsein der illegalen Entsorger führe immer wieder zu Problemen. Dabei sei das Abstellen von Müll eine Ordnungswidrigkeit, die mit bis zu 1000 000  Euro bestraft werden könne. Eine Videoüberwachung sei aus rechtlichen Gründen nicht möglich. Speder appelliert an die Nutzer der Wertstoffsammelstellen, Rücksicht auf die Anwohner zu nehmen, und nur das abzugeben, was in die Container gehört – nämlich Altglas sowie Pappe, Papier und Kartons. Er verweist auch auf die beiden Kleinanlieferstandorte der AWU in Germendorf und Gransee. "Niemand muss seinen Müll illegal entsorgen", so Speder.

Intern wird bei der AWU jetzt überlegt, die Öffnungszeiten in Germendorf auszudehnen. Auch will Speder erneut das Gespräch mit der Stadt suchen. Allerdings ist ihm auch klar, dass es kaum geeignete Stellplätze gibt. Sind sie in Alleinlage, werden sie vermüllt, sind sie in Wohngebieten, werden viele Anwohner durch Rücksichtslosigkeit belästigt.

Zwei Annahmestellen

Die AWU hat im Kreis Oberhavel 257 Wertstoff-Sammelplätze, 58 davon für Papier, Pappe und Kartons.

Es gibt in Germendorf und Gransee zwei Kleinanlieferbereiche, wo Bauabfälle, Sperrmüll und Gartenabfälle sowie Pappe, Papier und Kartons (teilweise entgeltpflichtig) angenommen werden. Der Standort Germendorf ist montags, mittwochs, freitags und sonnabends von 9 bis 16.30 Uhr geöffnet.⇥zeit

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