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Umweltschutz
Weiter Streit um Manager für Klimaschutz

Insekten wie diese Dunkle Erdhummel brauchen Nahrung. Damit die bedrohten Tiere auch im Mühlenbecker Land ausreichend Blüten finden, wird jetzt darüber diskutiert, auf kommunalen Grundstücken Streifen mit insektenfreundlichen Pflanzen anzulegen.
Insekten wie diese Dunkle Erdhummel brauchen Nahrung. Damit die bedrohten Tiere auch im Mühlenbecker Land ausreichend Blüten finden, wird jetzt darüber diskutiert, auf kommunalen Grundstücken Streifen mit insektenfreundlichen Pflanzen anzulegen. © Foto: Jürgen Liebezeit
Jürgen Liebezeit / 10.09.2019, 17:18 Uhr
Mühlenbecker Land (MOZ) Braucht die Gemeinde Mühlenbecker Land einen Manager für Klimaschutz und kann sie sich den leisten? Auf diese Frage wurde auf der Fortsetzung der Gemeindevertretersitzung am Montagabend kontrovers diskutiert, aber keine Lösung gefunden. Deshalb wurde der Beschlussantrag zur erneuten Beratung in die Fachausschüsse verwiesen.

Dennis Hentschel (CDU) bemängelte zum Beispiel, dass dem gemeinsamen Beschlussantrag der Fraktionen SPD, B 90/Grüne und Linke keine genaue Arbeitsplatzbeschreibung beliege und die Kosten für die zusätzliche Stelle unklar seien. Grundsätzlich halte er den Klimaschutz auch für eine wichtige Sache. Doch bevor eine neue Stelle geschaffen werde, müsse das Thema mit Augenmaß und Konzept angegangen werden, forderte er. Er schlug vor, durch einen externen Berater prüfen zu lassen, ob ein Klimaschutzmanager überhaupt für die Gemeinde sinnvoll sei.

Das bezweifelt der Vorsitzende des Umweltausschusses, Thomas Henning (B90/Grüne) nicht. Die Verwaltung und die Gemeindevertreter hätten in den vergangenen Jahren nicht geschlafen, sondern eine Vielzahl von Maßnahmen zum Klimaschutz auf den Weg gebracht. Als Beispiel nannte er das Integrierte Klimaschutzkonzept, das im Mai 2018 nach umfangreicher Beratung und Beteiligung der Einwohner beschlossen wurde. Darin heißt es im Fazit, dass es zwingend erforderlich sei, die Stelle eines Klimaschutzmanagers zu schaffen, um die Konzepte umsetzen zu können. "Es geht darum, dass eine kundige Hand die Sache in die Hand nimmt", so Henning. "Wir verplempern nur Zeit, wenn wir weitere Analysen in Auftrag geben", wies er den Vorschlag von Hentschel zurück.

Auf Antrag von Dr. Barbara Jockel (Freie Wähler) und Yvonne Zanow (SPD) wurde die Diskussion abgebrochen. Jetzt sollen sich der Umweltausschuss und der Haupt- und Finanzausschuss erneut mit der Stelle eines Klimaschutzmanagers befassen. Die Verwaltung wurde gebeten, ein Finanzierungskonzept sowie eine Stellenbeschreibung vorzulegen. Beide Ausschüsse beschäftigen sich dann auch mit einem weiteren Antrag. SPD, B90/Grüne und Linke hatten vorgeschlagen, gemeindeeigene Flächen mit insektenfreundlichen Blumen, Sträuchern und Bäumen zu bepflanzen.

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