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Zeitzeugen-Projekt
Klassenzimmer aus Erinnerungen

Joanna Bollow dankt dem Zeitzeugen George Shefi für seine Geschichte.
Joanna Bollow dankt dem Zeitzeugen George Shefi für seine Geschichte. © Foto: Burkhard Keeve
Burkhard Keeve / 12.11.2019, 18:09 Uhr
Oranienburg (MOZ) Die 17-jährige Joanna Bollow schreibt Dienstag am Ende der Präsentationsrunde des Erinnerungsstücks "George, Wir, Hier!" einen kleinen Gruß auf einen Zettel, der an der Scheibe ihrer Schule klebt: "Danke für deine Geschichte", steht darauf.

Zehn Schüler des Georg-Mendheim Oberstufenzentrums Oranienburg, darunter die 17-Jährige, hatten den 87-jährigen Zeitzeugen des Holocausts, George Shefi, am 22. Oktober in Oranienburg getroffen, ihn gefilmt, fotografiert und eingehend befragt. Aus seiner Geschichte, er wurde mit knapp acht Jahren von Berlin auf einem Kindertransport nach England verschickt und sah seine Mutter nie wieder, entstand ein eigenes Projekt.

Am Dienstag wurde es gleich dreimal vorgeführt. Zunächst wurden die Gäste in einen Flur geführt. Dabei mussten sie erleben, wie sie "selektiert" wurden. Willkürlich wurde sie nach rechts oder links geschickt. Sätze in einer Endlosschleife waren zu hören, die alle mit "Ich lebe in einem Land" begannen und fortgeführt wurden, zum Beispiel "in dem Rechtsextremismus ein Problem ist", "in dem Politiker zu viel sagen, aber oft nichts machen". Dann ging es in zwei unterschiedliche Räume. Dort erzählten zuerst die Schüler multimedial und kurz zusammengefasst, was sie über den Zeitzeugen aus Israel erfahren haben, dann kam George Shefi in Filmausschnitten selbst zu Wort. Bevor die nächste Performance begann, konnte sich jeder auf den Zetteln selbst an George Shefi wenden.

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