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Handball
Derbylust und Derbyfrust in Neuruppin

Jubel vor der Fans: Die Verbandsliga-Handballer des HC Neuruppin haben am Sonnabend das Ruppiner Derby gegen Hansa Wittstock mit 24:16 gewonnen. 450 Zuschauer im Sportcenter sahen dabei vor allem abgezockte Hausherren.
Jubel vor der Fans: Die Verbandsliga-Handballer des HC Neuruppin haben am Sonnabend das Ruppiner Derby gegen Hansa Wittstock mit 24:16 gewonnen. 450 Zuschauer im Sportcenter sahen dabei vor allem abgezockte Hausherren. © Foto: Gunnar Reblin
Gunnar Reblin / 16.09.2019, 06:30 Uhr - Aktualisiert 16.09.2019, 09:38
Neuruppin (MOZ) Wie erwartet: Es war Musik drin im Ruppiner Handball-Derby. Und am Ende gab die langjährige Erfahrung den Ausschlag.

Über die verfügt der HC Neuruppin mit mehreren alten Haudegen auf dem Parkett. Allen voran Irek Kaczmarczyk. Was der 42-jährige Pole macht, hat einfach Hand und Fuß. Und wie schon am ersten Spieltag, glänzte der Rückkehrer auch gegen Hansa mit einer hundertprozentigen Siebenmeter-Quote. Sechsmal angetreten, sechsmal zappelte das Leder im Netz. Kaczmarczyks Ruhe und Übersicht half dem HCN enorm. Dafür gab es auch Lob von Hansa-Coach Sven Hennigs: "Die Routine hat das Spiel für den HCN gewonnen. Irek war der Schlüssel. Er hat immer die Ruhe bewahrt, die haben wir vermissen lassen."

HCN-Trainer Michael Drefahl hatte bereits im Vorfeld den Faktor Erfahrung als wichtigen Pfund ins Gespräch gebracht. Er sah sich bestätigt. "Wir haben unsere Erfahrung ausgespielt. Das sieht man auch daran, dass sich die Wittstocker zu schnell die Zwei-Minuten-Strafen abgeholt haben." Und der Coach fügte erfreut an: "Dass wir so deutlich gewinnen, damit hatte ich allerdings nicht gerechnet. Damit war auch nicht zu rechnen."

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HC Neuruppin feiert Derby-Sieg

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Lediglich zu Beginn der beiden Halbzeiten schluderten seine Männer. Die Tore wurden nicht gemacht. Doch ein starker Maik Berger im HCN-Tor riss seine Vorderleute mit vielen Paraden mit. Ein Interview mit dem 30-Jährigen folgt. Auf der anderen Seite resümierte Hansa-Trainer Hennigs: "Wir haben zu Beginn 15 Minuten super Handball gespielt, uns dann aber den kleinen Reibereien hingegeben, obwohl wir im Vorfeld ausdrücklich besprochen hatten, das zu vermeiden." Für ihn waren die frühe zweimal Zwei-Minuten-Strafen (16.) für Kapitän Hannes Holtmann und die Rote Karte für Abwehrchef Tobias Altmann (30.) Schlüsselmomente. Altmann soll versucht haben, einem der Schiris ein Bein zu stellen. Hennigs sauer: "Totaler Quatsch. Aber die Schiris waren eh wenig kommunikativ." Er betont jedoch: "Die Niederlage hat nichts mit den Schiris zu tun. Die geht in Ordnung. Wer nur 16 Tore wirft, das ist zu wenig." Zugleich ein Verdienst für die Abwehrleistung des HC. Drefahl: "In einigen Phasen waren wir zu passiv. Ansonsten stand der Block aber." Es war ein zentraler Block mit immenser Erfahrung: Lück, Koall, Nietzel, Kaczmarczyk. "Da steht ein Wand vor dir. Du siehst kaum etwas", so Keeper Maik Berger.

Statistikzum Derby

HC Neuruppin -Hansa Wittstock 24:16 (13:8)

Spielverlauf: 1:4 (7.), 6:6 (16.), 10:7 (25.), 13:8 (30.), 16:12 (43.), 19:12 (48.), 21:14 (54.), 24:16 (60.)

Zuschauer: 450

HCN: Berger - Aßemacher (1), Kehnscherper, Simon (2), Koall (1), Lück (1), Winkelmann (1), Kühne (4), Nietzel (3), Bukowski, Kaczmarczyk (11/6)Hansa: Sauer, Schulz - René Willführ, Ahrend, Gratzkowski (3), Holtmann (2/1), Martin Willführ (4/1), Gießel, Köhring (2), Hennigs (2), Havemann, Neumann, Kipcke, Altmann

Schiedsrichter: Torsten Günnel, Martin Otto⇥gü

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