Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Bronzeplatten, keine Kunststoff

OGARDTN / 28.11.2008, 06:17 Uhr
Das Kleist-Denkmal erhält seine Bronzeplatten zurück. "Wir haben entschieden, dass die Nachgüsse befestigt werden, wir nicht auf ein anderes Material zurück greifen", erklärt Sabine Wenzke, Chefin des Kultureigenbetriebes. Die neuen Platten sollen im Dezember aus einer Gießerei in Lauchhammer angeliefert werden. Fest stehe auch, dass Restaurator Thomas Heyde, der das Denkmal im Jahr 2006 restauriert hatte, für die Befestigung sorgen wird. "Der Restaurator steht bereit", so Sabine Wenzke.

Ob er allerdings noch in diesem Jahr am Kleist-Denkmal arbeiten wird, ist offen. Denn bevor die neuen Platten montiert werden, sollen "flankierende Sicherungsmaßnahmen" getroffen werden. Man habe sich in der Verwaltung grundsätzlich darauf geeinigt, dass die Büsche rund um das Kleist-Denkmal zurückgeschnitten werden. Außerdem soll das Denkmal beleuchtet werden. Nur wie das genau geschehen solle, das sei noch offen. Dafür, so Sabine Wenzke, seien Absprachen mit der Denkmalschutzbehörde und dem städtischen Tiefbauamt nötig. Die Denkmalbehörde müsse zustimmen, da der gesamte Parkbereich geschützt sei, die Baubehörde sei für die Umsetzung der Maßnahmen verantwortlich.Erst nach diesen Abstimmungen könne man auch etwas zu den Kosten für Arbeiten sagen und klären, wie diese finanziert werden.

Einen Termin für die Reparatur des Denkmals kann die Chefin des Kultureigenbetriebes daher noch nicht nennen. Selbst wenn die Vorarbeiten jetzt sehr schnell gelingen sollten, sei man dann noch von der Witterung abhängig. Fest steht, dass ein Teil der Arbeiten durch Spendengeld finanziert werden kann. 3885 Euro für die Reparatur des Denkmals sind mittlerweile auf dem vom Kleist-Museum eingerichteten Spendenkonto eingegangen. Bürgermeisterin Katja Wolle hatte angekündigt, außerdem bei den Veranstaltungen der Großen Familie zu sammeln.

Über das bürgerschaftliche Engagement freut sich auch Sabine Wenzke. Dazu zählt sie neben der Spendenbereitschaft auch die Patenschaft von Malermeister Clemens Noreisch, der sich verpflichtet hat, sich bis zum Ende des Kleistjahren 2011 um das Denkmal zu kümmern. "So etwas kann natürlich nicht jeder machen, aber es hilft uns schon, wenn jeder hinguckt, mögliche Schäden meldet", sagt Sabine Wenzke. Ansprechpartner seien der Kultureigenbetrieb und auch die Polizei. Sabine Wenzke hat zudem versichert, dass die Verwaltung auch für andere Kunstwerke im öffentlichen Raum mögliche Diebstahl-Schutzmaßnahmen prüft. Grundlage dafür sei das von der Polizei erarbeitete Papier, das Kunstwerke und ihren Gefährdungsgrad auflistet. Konkrete Maßnahmen könne man im ersten Quartal des kommenden Jahres benennen.

Die Beschädigung des Kleist-Denkmal, aus dem vier Bronzeplatten herausgebrochen wurden, ist am 14. Oktober, einen Tag vor dem Beginn der Kleist-Festtage, entdeckt worden. Der Metallwert der Platten beläuft sich auf rund 150 Euro, die Wiederherstellung des Denkmals kostet dagegen mehrere tausend Euro

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2018 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG