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Michael Wolff, Steffen Schnelle und Heiko Kallies bilden das neue Trainerteam beim 1. SV Eberswalde

Handball
Ein Trio soll es nun richten

Hans-Joachim Haarbrandt und Dir / 20.10.2017, 19:19 Uhr
Eberswalde (MOZ) Vor dem Spiel der Handball-Brandenburgliga am Sonnabend bei der HSG RSV Teltow/Ruhlsdorf präsentiert der 1. SV Eberswalde das neue Trainertam. Michael Wolff, Steffen Schnelle und Heiko Kallies sollen es nun im Kampf um den Klassenerhalt richten.

Es war schon ein Paukenschlag anfangs der Woche, als Torsten Raeck als Trainer der Brandenburgliga-Mannschaft des SVE seinen Hut nahm. "Für mich gab es da keinerlei Anzeichen für. Es war schon irgendwie ein Schock", kommentierte Katja Thomas-Herm vom SV-Vorstand die Entscheidung. Doch den Posten jetzt mit einem Trainer-Trio zu besetzen, diesen Schritt trägt sie voll mit.

Der Sportliche Leiter der Eberswalder, Ron Jordan, kündigte nach dem Bekanntwerden des Rücktritts von Raeck eine interne Lösung an. "Experimente in dieser Situation sind wohl genau das Falsche. Wir brauchen Leute, die die Spieler schon genau kennen", sagte er. Nach dem kompletten Neuaufbau der Mannschaft vor der Saison , wollte der Verein für das junge Team wenigstens etwas Konstanz erhalten. "Alle drei Trainer sind gleichberechtigt im Team. Jeder bringt seine Vorzüge und Erfahrungen ein - ich denke, das ist die beste Lösung", begründete Jordan die Entscheidung. Einige hatten gemutmaßt, dass der ehemalige SV-Coach selbst das Ruder übernimmt, aber Jordan winkte ab: "Ich bin mit meiner Arbeit in Verein und Kreissportbund voll ausgelastet."

Einer aus dem Trio ist der 37-jährige Michael Wolff. Es ist neben Moritz Assmann sowieso schon einer der tragenden Säulen auf der Platte. Als Spielertrainer soll er jetzt noch mehr Verantwortung übernehmen. Er kennt die Spieler recht genau und kann auch im Spiel reagieren. Bisher war er zusammen mit Guido König als Trainer beim Frauenteam des Finowfurter SV schon in dieser Funktion tätig. "Es hat mir schon leid getan, als ich am Mittwoch den Mädels sagen musste, dass ich mich zumindest vorläufig zurückziehe", berichtete Wolff. Eigentlich wollte er diese Saison seine aktive Zeit als Handballer in der zweiten Mannschaft ausklingen lassen, doch auf den erfahrenen Spieler wollte das Brandenburgliga-Team nicht verzichten.

Mit im Boot ist auch Heiko Kallies, der viele der jungen Spieleraus den verschiedenen Stadionen im Eberswalder Nachwuchs kennt. Der 46-Jährige war Mitglied der Eberswalder Zweit-Liga-Truppe und verfügt über ein reichhaltiges Handballwissen wie auch der Dritte im Bunde, Steffen Schnelle. Der 50-Jährige war Co-Trainer unter Torsten Raeck und war maßgeblich am Neuaufbau der Mannschaft beteiligt. Zu dritt sollen sie nach Möglichkeit die Klasse halten, ihr Engagement soll zumindest bis Ende der Saison dauern. "Danach sehen wir uns die Entwicklung an und schauen, wie wir weitermachen", sagte Jordan. Michael Wolff kann sich schon eine weitere Zukunft als Trainer vorstellen, will aber der Zeit nicht vorausgreifen.

Als Reaktion auf die Erfolgslosigkeit wird in Eberswalde ab sofort dreimal in der Woche trainiert. "Das war auch schon so mit Torsten abgesprochen", erklärte Jordan. Donnerstags ist dann Spieltag - die verschiedenen Mannschaften - Erste, Zweite und A-Junioren treten gegeneinander an.

Am Donnerstag war Leroy Nietzel nach langer Verletzungspause das erste Mal wieder beim Training und so langsam richtete sich nach dem Schock am Wochenanfang der Blick der Eberswalder wieder nach vorn. "Ich denke, in den nächsten drei Spielen holen wir unsere ersten Punkte. Gegen Teltow am Sonnabend wird es schwer gegen einige ehemalige Zweit-Liga-Spieler. Aber vielleicht können wir sie ja mit unserem schnellen Spiel beeindrucken", sagte Wolff zum kommenden Gegner, HSG RSV Teltow/Ruhlsdorf. Möglich hält er es mit der jungen Eberswalder Truppe: "Wir waren auch mit Torsten Raeck auf dem richtigen Weg und den gehen wir weiter."

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