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Städtisches Energiesparprojekt startet an Kitas, Schulen und Horten / Stromverbrauch soll bis 2021 kontinuierlich sinken

Energiepolitik
Mit Lichtmessgeräten durch Klassenzimmer

Luftballon und Taschenlampe:Ufu-Mitarbeiterin Dorothea Carl erklärt Kita-Kindern, welche Energie darin steckt
Luftballon und Taschenlampe:Ufu-Mitarbeiterin Dorothea Carl erklärt Kita-Kindern, welche Energie darin steckt © Foto: MOZ/Annemarie Diehr
Bettina Winkler / 13.12.2017, 07:52 Uhr
Fürstenwalde (amd) Welche Temperaturen herrschten auf der Erde ohne die Atmosphäre und was haben Luftballons mit Energie zu tun? Kinder aus der Kita "Parkspatzen", der Sigmund-Jähn- und Fontaneschule gingen diesen Fragen am Dienstag im Alten Rathaus nach. Dort fand die Auftaktveranstaltung zum städtischen Energiesparprojekt statt, bei dem auch die Kitas "Bummi", "Regenbogen" und "Nesthäkchen" sowie die Horte "Spreefüchse", "Wirbelwind" und "Abenteuerland" mitmachen.

"Mit der richtigen Gebäudenutzung lässt sich viel Energie sparen", sagte Marlies Böck vom Unabhängigen Institut für Umweltfragen (Ufu). Sie leitet das auf vier Jahre angelegte Projekt, mit dem die Stadt die erste von insgesamt 38 Maßnahmen ihres Klimaschutzkonzeptes umsetzt. "Ihr werdet zum Beispiel lernen, wie man richtig lüftet", erklärte Marlies Böck den teilnehmenden Kindern.

Nach einem Energierundgang durch die beteiligten Einrichtungen, bei dem etwa die Temperatur, der Kohlendioxid-Ausstoß, Lichtstärke und Stromverbrauch in den einzelnen Räumen gemessen wird, werden Kinder, Lehrer und Erzieher von Ufu-Mitarbeitern in Sachen Klimaschutz geschult. "Ihr Wissen sollen die Teilnehmer dann an die anderen Kinder weitergeben", sagte Katharina Plutta, die jede der teilnehmenden Einrichtungen im kommenden Jahr etwa fünf Mal besuchen wird.

Zwischen vier und 15 Prozent ihrer Energiekosten könnten Einrichtungen mit gezielten Maßnahmen einsparen, erläuterte Marlies Bock. Allein die Senkung der durchschnittlichen Raumtemperatur um einen Grad Celsius spare rund 6 Prozent Energie. Der niedrigere Energieverbrauch kommt nicht nur dem Klima zugute, sondern auch den Kitas, Schulen, und Horten selbst. Denn die Ersparnisse aus dem Strom-, Heizungs- und Wasserverbrauch gehen zur Hälfte an die Einrichtung und zur Hälfte an die Stadt.

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