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Lebensmittelmarkt
Edeka will an die Kohlenbahn

Symbolfoto: pixabay
Symbolfoto: pixabay © Foto: pixabay
Manja Wilde / 12.08.2019, 22:00 Uhr
Fürstenwalde (MOZ) Noch erstreckt sich im Dreieck Lange Straße/An der Kohlebahn in Fürstenwalde Süd eine grüne Wiese. Doch wenn es nach der Newtown Projektentwicklungsgesellschaft mbH und der Edeka Gruppe geht, ändert sich das. Edeka beabsichtigt, einen Markt mit 1632 Quadratmetern Verkaufsfläche zu errichten. Im Stadtentwicklungsausschuss stellten Vertreter beider Unternehmen das Vorhaben vor.

Der erste Schritt ist getan: Newtown hat eine Fläche von 11 200 Quadratmetern gekauft und plant den Erwerb weiterer 1200  Quadratmeter, berichtete Heiko Anker, der Geschäftsführende Gesellschafter. Baurecht besteht dort aber derzeit nicht. Dazu muss einerseits der Flächennutzungsplan (FNP) der Stadt geändert, andererseits ein Bebauungsplan aufgestellt werden. Die anfallenden Kosten trage Newtown, heißt es in den Unterlagen, die in der Sitzung ausgelegt wurden. Zudem stehe das Vorhaben in Einklang mit dem Einzelhandelskonzept der Stadt – das habe ein beim Dortmunder Büro Stadt + Handel beauftragtes Gutachten ergeben. Da das Büro auch das Einzelhandelskonzept von Fürstenwalde erstellte, stehe es nicht in Verdacht ein Gefälligkeitsgutachten geliefert zu haben, so Anker.

"Bislang war die Fläche als Schul- und Sportstandort vorgesehen", erklärte Christfried Tschepe, im Fürstenwalder Rathaus für die Stadtentwicklung zuständig. Seitens der Stadt müsse nun geprüft werden, ob der Schulstandort woanders hinkönne. Zudem weise der FNP in dem Areal einen Grünzug aus.

50 bis 60 neue Arbeitsplätze

Bei der Gestaltung des Marktes gehe man auf die Wünsche der Stadt ein, versicherte Boris Stachowski von der Edeka-Miha Immobilien-Service GmbH. Von Klinker- bis Glasfassade sei alles möglich. Er rechne mit Investitionskosten von fünf bis sechs Millionen Euro, sagte Dennis Krüger, Prokurist und Expansionsleiter Berlin-Brandenburg der Edeka-Miha, am Montag auf MOZ-Nachfrage. 50 bis 60 Arbeitsplätze könnten entstehen.

"Edeka beziehungsweise ein hochwertiges Angebot wünschen sich dort viele Fürstenwalder", sagte der Ausschussvorsitzende Stephan Wende (Linke). Und er erkundigte sich, ob Newtown noch vorhabe, angrenzende Flächen zu erwerben. Er sei mit dem Eigentümer im Gespräch, bestätigte Anker. "Wir haben Interesse das Gelände zu entwickeln, möglicherweise für Wohnbebauung", fügte er an.

Der sachkundige Einwohner Heinz Almes wollte fragte, ob eine Dachbegrünung für den Markt vorgesehen sei und zwischen den Parkflächen Bäume gesetzte werden könnten. Das könne man alles im B-Plan regeln, er nehme das mit auf, versprach Anker. Christfried Tschepe machte kein Hehl daraus, dass ihm der neue Edeka in Erkner nicht gefällt: "Der zeigt zum öffentlichen Bereich den Hintern. So etwas wird hier nicht passieren", versprach er.

Edeka möchte außerdem an der Joppstraße ein E-Center errichten. Die Pläne wurden Ende März vorgestellt. Er soll auf einer etwa 30 000 Quadratmeter großen Fläche gegenüber von Aldi Platz finden, die der Wohnwelt Möbel Vertriebsgesellschaft mbH gehört. Da dort bislang auch Vereine beheimatet sind, sprach sich der Ausschuss damals dafür aus, dass diesen zunächst Ersatz angeboten werden müsse. Noch gebe es in der Sache keine Bewegung, sagte Küger am Montag. In den nächsten Tagen sei es aber ein weiteres Gespräch mit Wohnwelt-Geschäftsführer Heinrich Hajen geplant.

Angebot an Läden für Nahrung und Genuss

Laut Einzelhandelszentrenkonzept von November 2017 gibt es in Fürstenwalde:

- 13 Lebensmitteldiscounter mit mehr  als 400 m² Verkaufsfläche (weil 2018  Netto, Lange Straße 2, schloss,  sind es nur noch 12, dafür baut Nor-  ma derzeit an der Breitscheidstraße)- 2 Supermärkte mit mehr als 400 m²   Verkaufsfläche- 2 Verbrauchermärkte/Warenhäuser- 1 Getränkemarkt- 47 sonstige Anbieter (Fachgeschäf   te, Tankstellen, Kioske)⇥mw

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