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Gesundheit
Familie nach Pilz-Mahlzeit auf der Intensivstation

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Symbolfoto © Foto: dpa/Patrick Pleul
Manja Wilde / 09.10.2019, 06:30 Uhr
Bad Saarow (MOZ) Es waren wahrscheinlich Pantherpilze, die Eltern und Kinder gegessen haben. Das sei Gesprächen zu entnehmen gewesen, die mit den Betroffenen geführt wurden, sagt Olaf Schedler, Chefarzt der Notaufnahme des Helios Klinikums Bad Saarow.

Am Montagabend wurde die Familie ins Krankenhaus eingeliefert. "Alle zusammen litten plötzlich unter Erbrechen", nennt Schedler einen klaren Hinweis auf Pilzvergiftung. Am Dienstag erhielten die Patienten auf der Intensivstation eine Spezialbehandlung. Drei bis vier Tage, sagte der Arzt, dauere solch eine Intensiv-Therapie zunächst.

Da die Pilzsaison erst beginnt, möchte Schedler Sammler warnen: "Wer sich nicht ganz sicher ist, sollte sich an einen Pilzberater werden." Es reiche nicht, Pilze mit der Handykamera zu scannen, um sie zu bestimmen.

Pro Jahr werden in Bad Saarow 25 bis 30 Menschen mit Pilzvergiftung behandelt. Etwa die Hälfte davon habe unbeabsichtigt zu giftigen Waldfrüchten gegriffen, die andere Hälfte haben diese bewusst als Drogen konsumiert. Am häufigsten seien Vergiftungen durch Knollenblätter-, Fliegen- und Pantherpilz.

Die Deutsche Gesellschaft für Mykologie warnt zudem vor zu alten, falsch gelagerten und ungenügend gedünsteten Pilzen. Als Giftnotruf wird dort für Berlin und Brandenburg die 030 19 240 angegeben. Auf der Internetseite stand allerdings am Dienstag: "Wegen erhöhtem Anrufaufkommens kann es zu längeren Wartezeiten kommen."

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