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Kulturverein gibt zum 150. Jubiläum eine neue Dokumentation zum Baugeschehen heraus

Kulturverein
Als die Rennbahn eine Baustelle war

Bei Kaffee und Keksen: Der Tag der offenen Tür im Kulturvereinshaus Grünes Tor begann ruhig. Vereinsvorsitzende Astrid Fritsche (l.) nahm sich Zeit, die Fragen zu beantworten.
Bei Kaffee und Keksen: Der Tag der offenen Tür im Kulturvereinshaus Grünes Tor begann ruhig. Vereinsvorsitzende Astrid Fritsche (l.) nahm sich Zeit, die Fragen zu beantworten. © Foto: MOZ/Irina Voigt
Irina Voigt / 17.10.2017, 06:00 Uhr
Hoppegarten (MOZ) In fast gemütlicher Runde saß man am Sonnabend beim Tag der offenen Tür des Kulturvereins Grünes Tor beisammen. Zeit auch einmal, Erreichtes Revue passieren zu lassen und Ausblick auf Kommendes zu geben.

Schon zu Beginn des nächsten Jahres wird der Kulturverein Grünes Tor seine nächste Publikation herausgeben. "Die Baugeschichte der Galopprennbahn Hoppegarten steht im Mittelpunkt", sagt die Autorin Astrid Fritsche. Die Rennbahn wird 2018 genau 150 Jahre alt. Ein perfekter Anlass, einmal zu recherchieren, wie einst alles begann, fand die Vorsitzende des Kulturvereins Grünes Tor.

So widmet sich das geplante Buch den baulichen Anfängen von 1867 bis 1937. Nach dem Beginn gab es zwischen 1918 und 1925 die ersten kompletten Umbauten. Als Letztes wurde 1937 der bereits 1921 geplante Eingang gebaut. Die Inflation zeigte hier deutliche Auswirkungen und es wurde an allen Ecken und Enden gespart, hat die Autorin herausgefunden. Auch die Tierklinik wurde viel später errichtet als geplant und die Aufzüge in den Klubtribünen fehlten ganz und gar. "Das war, wie immer bei lange zurückliegenden Vorhaben, eine spannende Recherche", sagt Astrid Fritsche. Abgesehen vom Chaos in den Archiven, hatte es, um die Verwirrung komplett zu machen, für ein und dieselbe Tribüne im Laufe der Jahre mehrere Bezeichnungen gegeben. Aber, so habe sie erfahren, das neue Buch passe sehr gut in die Vorbereitungen der Festlichkeiten von Seiten der Rennbahn, wie auch deren Eigner Gerhard Schöningh schon anklingen lassen habe.

Zum Jahresauftakt werde es auch einen Vortrag zum Ortskern Dahlwitz geben. Die historischen Spaziergänge mit Jutta Sachtleber hätten immer sehr großen Anklang gefunden und seien auf ein sehr interessiertes Publikum gestoßen. Da man aber unterwegs nicht mit alten Karten oder Archivmaterial hantieren und sie zeigen könne, sollen diese nun beim Vortrag präsentiert und angeschaut werden können.

Der Friedhof, der inzwischen ganz und gar der Gemeinde gehört, wird im Frühjahr ebenso Gegenstand einer historisch untersetzten Führung sein. Durch die Kontakte zur Baugeschichtsforschung der TU in Berlin entsteht gerade eine Masterarbeit über den Friedhof. "Da wird vermessen und kartiert und die Bestandsaufnahme findet statt", berichtet Astrid Fritsche. Das sei gar nicht so leicht, denn die Mauern werden von Efeu verdeckt und gäben so ihre Geheimnisse nur ungern preis. "Das ist eine tolle Sache", freut sich Ortsvorsteher und Gemeindevertreter Stefan Radach. Und hofft natürlich auch nach der Verteidigung der Arbeit auf einen Vortrag durch die Autorin, ähnlich wie bei den Forschungen zum Kaiserbahnhof.

Natürlich werde der Verein auch weiterhin sein gesellschaftliches Leben pflegen, mit Ausflügen wie im vorigen Jahr nach Wörlitz. Dieses Jahr geht es voraussichtlich nach Potsdam.

"Wir würden uns selbstverständlich über neue Mitstreiter freuen", wirbt Astrid Fritsche. Derzeit sind sie 39. Und Arbeit wäre in den verschiedenen Geschichtsforschungs-Arbeitsgruppen eine ganze Menge zu leisten. Da gibt es in der Ortsgeschichtsforschung die AG Dahlwitz, Münchehofe, die AG Friedhofspflege mit ganz praktischer Arbeit, die AG Rennsport und die ortsgeschichtliche Sammlung. Da freut man sich im Verein aktuell über die Anschaffung eines sogenannten Planschrankes, in dem die vielen zusammengetragenen Unterlagen und Pläne bald sicher und ordentlich aufbewahrt werden können.

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