Seit drei Jahren gibt es nun schon keine Jugendwehr mehr in Höhenland. "Der ehemalige Jugendwart ist weggezogen und ein Ersatz konnte nicht gefunden werden, da die meisten außerhalb arbeiten", erzählt Zugführer Robert Müller. Doch jetzt ist jemand gefunden: Gordon Grzelachowski macht im März den Lehrgang zum Jugendwart in Eisenhüttestadt und wird dann die Führung der Kinder übernehmen.
Üblicherweise sind Kinder zwischen 10 und 17 Jahren in der Jugendwehr. Die Höhenländer hatten Glück: Die elf Kinder sind alle in der gleichen Altersgruppe, sie sind zwischen 11 und 13 Jahre alt. "Das ist einfacher, wenn die Altersunterschiede nicht so hoch sind", freut sich Robert Müller. Fünf der Kinder kommen aus Wölsickendorf, drei aus Leuenberg, zwei aus Wollenberg und ein Kind ist aus Steinbeck. "Fast alle gehen in Heckelberg zur Schule. So kennen sie sich schon untereinander", sagt Robert Müller. Zudem hofft er auf weitere interessierte Kinder, die sich vielleicht unter den Klassenkameraden finden.
Mit der Jugendwehr wollen die Feuerwehrleute aktiv etwas für die Jugendarbeit tun. "Es ist schwierig in Höhenland einen Verein zu finden, der Jugendarbeit leistet. Da haben wir uns gesagt, müssen wir etwas tun. Wir haben die Mittel und die Möglichkeiten", so Robert Müller. So soll bei der Jugendwehr viel Spiel, Sport und Spaß für die Kinder geboten werden, aber natürlich auch die Ausbildung an den Lösch-Geräten. "Es geht darum, dass die Kinder früh lernen zu helfen und Verantwortung zu übernehmen", sagt Robert Müller.
Die Ausbildung wird zweiwöchentlich immer sonnabends von 9 bis 11 Uhr in Leuenberg, Wölsickendorf und Wollenberg stattfinden. Damit das Lernen Spaß macht, stehen auch Ausflüge, Sportnachmittage oder Zeltlager auf dem Programm.
Die Eltern der Kinder wollten am Wochenende wissen, ob die Kinder zum Beispiel eine Erste-Hilfe-Ausbildung erhalten. "Die ist dabei", sagte Robert Müller.
Und was macht den Kindern am meisten Spaß? "Man kann hier viel entdecken und erleben", sagt der zehnjährige Florian Möser aus Leuenberg am Sonnabend. Er findet die Lösch-Übungen besonders gut, wo er mit dem schweren Geräten wie die Erwachsenen trainieren darf. Außerdem, sagt er, seien schon sein Vater und sein Bruder in der Feuerwehr.
Auf weitere interessierte Kinder hofft indes Zugführer Robert Müller. "Vielleicht werden ja jetzt noch mehr auf uns aufmerksam", sagt er.
Kinder, die noch Interesse an der Jugendwehr haben, können am 14. März, 9 bis 11 Uhr, zur ersten Ausbildungsstunde kommen.