Wie sonst auch müssen sie Text lernen, proben, und sich um Kostüme kümmern. "Aber dieses Mal dauert alles viel, viel länger", findet Anastasia. "Ja, es ist richtig anstrengend. Ich weiß echt nicht, ob wir noch mal ein Stück schreiben", meint Falmata, die die erste Szene geschrieben hat. Ganz schön stark, denn sie wohnt erst seit dreieinhalb Jahren in Deutschland und musste die Sprache ganz neu lernen. Den Rest haben sie dann in der Gruppe gemacht. Ein halbes Jahr hat es gedauert, bis die Geschichtefertig war. Eine Theaterleiterin gibt es auch – die Medienpädagogin Helene Radam – "aber sie hilft uns, möglichst viel alleine hinzukriegen", sagt Patrizia. Wer welche Rolle bekommt, entscheidet die Gruppe.
So kurz vor der Premiere – wie aufgeregt sind sie? "Naja, bevor man auf die Bühne geht, hab ich totalen Schiss. Aber wenn man dann auf der Bühne steht und richtig in seiner Rolle ist, dann ist man wie auf Wolke sieben", sagt Finja. Und Falmata: "Ich zittere immer, aber das merkt im Publikum keiner. Und wir verplappern uns alle und improvisieren mal."
Einmal pro Woche ist Probe – vor einer Premiere öfter. Was ist das Tolle am Theater? Patrizia: "Mir macht es Spaß, mit den anderen zusammen zu spielen. Ich habe hier viele Freunde gefunden oder besser kennengelernt." Und Falmata sagt: "Ich mache gerne was vor Leute, ich bin eine richtige Rampensau." Finja meint: Mir macht es total Spaß, in andere Rollen zu schlüpfen." Und Anastasia meint: "Für mich war das immer schon ein Kindheitstraum – nicht nur sich selber spielen, sondern alles Mögliche; ein wildes Tier, eine betrunkene Oma ..."
Premiere am 25. August um 16 Uhr, Burg Beeskow; wer selber mitmachen möchte, kann sich bei der Burg Beeskow unter der Nummer 03366 352701informieren; für Jugendliche gibt es eine eigene Gruppe