Die Briefe sind gemalt oder mit Aufklebern gestaltet, manche hingekritzelt. Nachdem am 2. November der beliebte Zoo wieder schließen musste, schmückten Paulina Ostrowska und Zoodirektor Bernd Hensch einen Wunschbriefkasten vor der Zooschule.

Ein Trampelweg zum Spazieren führt um die Eberswalder Gehege

Am Zaun hing dieser  gut zu erreichen für die Familien, die einen Spaziergang am Gelände unternahmen. Mehr als 120 Briefe und Wünsche kamen so zusammen, die nun ausgewertet und sortiert werden.
„Ein Fußweg umkreist den Zoo“, sagt Bernd Hensch. Das zeuge davon, wie viele Eberswalder sich von außen die Nase platt drücken würden. Warum Berliner Zoos öffnen dürfen, Waldanlagen wie der in Eberswalde oder der Wildtierpark in Groß-Schönebeck aber nicht, bleibe ein Rätsel der Brandenburger Landesregierung.

Tierhaltung soll den Möglichkeiten in Eberswalde entsprechen

So wünschen sich viele Kinder, dass sie bald wieder zu den Tieren dürfen. „Ich möchte die Tierbabys sehen“, heißt es in einem Brief. „Ich wünsche mir eine Bimmelbahn“, schreibt ein anderes Kind. Nashörner, Giraffen und Elefanten, obwohl in jedem Jahr wieder gewünscht, wird es jedoch nicht geben. „Wir wollen die Tiere so halten, wie es unsere Bedingungen ermöglichen“, macht Hensch deutlich. Das sei nicht in jedem Zoo gegeben.

Zwei Kängurus und ein weißes Alpaca sind geboren

Dafür sind schon die ersten Jungtiere 2021 geboren worden, darunter auch ein weißes Alpaca und zwei Bennettkängurus, die noch im Beutel ihrer Mutter leben würden. Ob Ostern die Saison starten kann, ist aufgrund der Entwicklung der aktuellen Covid-19-Erkrankungen noch unsicher. „Wir wünschen uns nichts sehnlicher“, sagt Paulina Ostrowska, die auch die Zooschule im Eberswalder Zoo betreut.