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Für die Öffentlichkeit ist die Ausstellung am Freitag geöffnet

Kaiserdämmerung
Ausstellung berichtet über Zeit des Umbruchs

Vom 16. Juni 2018 bis zum 12. November 2018 präsentiert die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) im Neuen Palais die Ausstellung "Kaiserdämmerung - Das Neue Palais 1918 zwischen Monarchie und Republik". Thematisiert werden die letzten Tage der kaiserlichen Familie in ihrem Wohnsitz, dem Neuen Palais, während der Novemberrevolution 1918, sowie die Zeit unmittelbar danach.
Vom 16. Juni 2018 bis zum 12. November 2018 präsentiert die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) im Neuen Palais die Ausstellung "Kaiserdämmerung - Das Neue Palais 1918 zwischen Monarchie und Republik". Thematisiert werden die letzten Tage der kaiserlichen Familie in ihrem Wohnsitz, dem Neuen Palais, während der Novemberrevolution 1918, sowie die Zeit unmittelbar danach. © Foto: dpa/Ralf Hirschberger
dpa / 14.06.2018, 14:21 Uhr - Aktualisiert 14.06.2018, 16:02
Potsdam (dpa) Ende Oktober 1918 kommt die kaiserliche Familie im Neuen Palais zusammen. Die Revolution liegt in der Luft. Wie endete die deutsche Monarchie in Potsdam?

Das Neue Palais in Potsdam widmet dem Ende der Monarchie in Deutschland 1918 eine neue Ausstellung mit dem Titel „Kaiserdämmerung“. Das Schloss war einst ein beliebter Aufenthaltsort von Kaiser Wilhelm II. (1859-1941), seiner Frau Auguste Viktoria (1858-1921) und der Familie. Doch was passiert, wenn ein Kaiser abdanken muss? In 15 Stationen erleben die Besucher in einer Zeitreise, wie das Paar lebte und was nach dem 9. November 1918 passierte - ganz privat.

„Das Neue Palais hatte eine ganz besondere Aura“, sagte Heinz Berg, Kommissarischer Generaldirektor der Stiftung preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg, am Donnerstag. Friedrich der Große (1712-1786) ließ das Gebäude nach dem Siebenjährigen Krieg erbauen. Kaiser Wilhelm und seine Frau liebten das Schloss und statteten es für ihre Bedürfnisse üppig aus. Etwa sechs Monate im Jahr verbrachte die Familie hier. Nach der Abreise ihres Mannes ins Exil blieb die Kaiserin noch bis Ende November 1918 im Palais. Dann musste auch sie es aus Sicherheitsgründen verlassen.

Für die Ausstellung wurden viele sonst verschlossene Räume für Besucher geöffnet. Leihgeber stellten Dokumente und Porzellan bereit, die einst zum kaiserlichen Haushalt gehörten.

Gezeigt wird zum Beispiel ein Anrichteraum, in dem Diener das Essen für das Monarchenpaar vorbereiteten. Ein Blick ist auch in das Ankleidezimmer möglich - samt kaiserlichen Uniformen. In der Kleinen Teeküche stehen Tassen und Kannen bereit. Die Tafel im Speisezimmer ist gedeckt. Dokumente zeigen, was mit dem umfangreichen Hofstaat des Paares geschah und wie er nach dem Ende der Monarchie versorgt wurde. Noch 1916 gab es knapp 170 Diener.

Nach der Abdankung gingen große Teile des Vermögens in die Niederlande, wo der Kaiser im Exil lebte. 1919 und 1920 wurden 36 Möbelwagen auf 33 Eisenbahnwaggons mit dem Inventar aus mehreren Schlössern verladen. Später wurden weitere persönliche Gegenstände nachgeschickt.

Nach der endgültigen Klärung der Besitzverhältnisse zwischen dem früheren Königshaus und dem preußischen Staat 1927 wurde das neue Palais ein Museum. Ausgestattet wurde es ab dann mit Inventar aus der Zeit Friedrich II. An die letzten kaiserlichen Bewohner sollte damals bewusst nichts mehr erinnern.

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