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Katie Melua Live in Concert
Das Beste aufs Wesentliche reduziert

Katie Melua: Live in Concert
Katie Melua: Live in Concert © Foto: BMG
Stefan Klug / 14.01.2020, 16:25 Uhr
Frankfurt (Oder) (MOZ) Ob sie sie je gezählt hat? Katie Melua jedenfalls macht es nicht unter neun Millionen Fahrrädern, die durch die chinesische Hauptstadt radeln. Diese sind ebenso gesetzt wie ihre Zuneigung zu einem uns Unbekannten, lässt sie die Zuhörer in "Nine Million Bicycles" wissen. Damit hat die Britin wohl eines der schönsten Liebeslieder der Gegenwart erschaffen. Doch darauf lässt sich die Mittdreißigerin mit armenischen Wurzeln nicht allein reduzieren. Aber, Hörgewohnheiten und Formatradio sind schwer zu überlisten. Wer es dennoch versuchen will, dem sei "Live in Concert" ans Herz gelegt, ein illustrer Gang durch das Schaffenswerk und Können der Künstlerin.

Im Dezember 2018 stellte sie sich mit Unterstützung einer vierköpfigen Band sowie Chor dem Publikum in der Londoner Central Hall in Westminster, um eigene und fremde Kompositionen in durchaus reduzierten Arrangements zum Besten zu geben. Dabei startet die 35-jährige gewissermaßen autobiografisch, indem sie mit einem Volkslied aus ihrer Heimat beginnt (Tu Asa Turpa Ikavi), dann in "Plane Song" von ihrer Kindheit erzählt und schließlich mit "Belfast" die Auswanderung thematisiert. Nach diesem etwas melancholischen Start fängt sie dann jedoch den Zuhörer mit besagten "Nine Million Bicycles" ein und arbeitet sich fortan durch viele ihrer bekannten Songs. Aber auch Tracks anderer Musiker hat sie ihrem Stil unterworfen und bringt so Joni Mitchells "River", Louis Armstrongs "What A Wonderful World", "Just Like Heaven" von The Cure sowie "Wonderful Life" von Black. Allen gemein ist die möglichst sparsame Instrumentierung, was natürlich die Stimme Meluas besonders heraushebt. Und auch rhythmisch bremst sie, wenn notwendig, so das das gesamte Set mit 21 Liedern stets im typischen Melua-Rahmen bleibt.

On top gibt’s ein 84-seitige Hardcover-Buch mit vielen, teils unveröffentlichten Fotos, die zwar sehr schön, aber ob fehlender Beschriftung schwer einzuordnen sind.

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