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Soundtrack
"Leif in Concert" wurde verschoben - doch die Musik gibt’s schon

Olaf Gardt / 19.05.2020, 16:02 Uhr - Aktualisiert 19.05.2020, 17:15
Beeskow (MOZ) Trinke. Lebe. Liebe. Staune. Wie man die vier Dinge umsetzt, wollte der aus Beeskow stammende Regisseur Christian Klandt eigentlich ab Mitte April in den deutschen Kinos zeigen. Damals sollte "Leif in Concert Vol.2" Premiere haben. Coronabedingt fällt das Vergnügen nun auf unbestimmte Zeit aus. Dabei ist von dem Musik-Kammerspiel eine Menge zu erwarten. Auf dem Filmfest München, wo der Film Weltpremiere feierte, gab es eine gut dotierte Auszeichnung für die Produktion, die dem Team weitere Festivalteilnahmen und Marketingaktionen ermöglichten. Bis nach Los Angeles hat es der Film so schon geschafft.

Dort konnte man sehen, wie die von Luise Heyer ("Homeland", "Der Junge muss an die frische Luft") verkörperte Barfrau Lene anderen Menschen hilft, ihre Lebensträume zu verwirklichen. Diese Menschen sind vor allem als Bar-Pärchen zu erleben, die sich von ihren ganz persönlichen Schicksalen erzählen. Bela B. von den Ärzten gehört als Stammgast Oli dazu, der Kriminalbiologe Mark Benecke verkörpert sich selbst.

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Eine Idee aus Kopenhagen

Verbindendes Element ist die Musik, die Bar ist schließlich eine Jazzbar. Das macht den Film auch international. Der Musiker Leif, der sich auf sein Konzert in der Bar vorbereitet, wird von Poorboy Paul verkörpert. Den Musiker hat Regisseur Christian Klandt in Kopenhagen kennengelernt. Dort spielte Poorboy Paul in einer Kneipe, in der Klandt die Idee zu dem Film hatte. Als das Drehbuch schließlich geschrieben war, ist er noch einmal in die dänische Hauptstadt gefahren, um den Kneipenmusiker ausfindig zu machen, der seine Mitwirkung an dem Projekt zusagte.

Einen engen regionalen Bezug hat der Film auch. Mehr als 50 Beeskower, Privatleute und Firmen, haben über ein Crowdfunding-Projekt für einen Teil der Finanzierung gesorgt. Gut 16 000 Euro von insgesamt mehr als 150 Unterstützern kamen innerhalb eines Monats zusammen. Ohne diese finanzielle Hilfe wäre das Projekt nicht umsetzbar gewesen. Einen weiteren regionalen Bezug liefert der Soundtrack zum Film. In dem ist nämlich die Fürstenwalder Band Fahrenheit 212 beteiligt. Und diesen Soundtrack kann man schon genießen.

In seinem Büro, so Klandt, liegen derzeit stapelweise CDs und Vinylplatten. 18 Titel sind zu hören, neben Fahrenheit unter anderem von Poorboy Paul und Kat Baloun sowie vom Orchestre Miniature In The Park. Mit dem Verkaufserlös wollen Christian Klandt und sein Freund und Produktionspartner Martin Lischke die beteiligten Künstler unterstützen. Man hoffe, ihnen für den Neustart nach Corona wenigstens ein kleines Zubrot einzuspielen.

Und dem Hörer soll die Musik ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Wenn man beim Hören der Platte das Licht dimmt, ein Bier aufmacht, vielleicht ein wenig Zigarettenrauch verteilt und dann auch noch mit Freunden telefoniert, fühlt es sich fast so an wie in der Stammkneipe oder Lieblingsbar, die man derzeit so schmerzlich vermisse.

Bleibt noch zu erklären, warum der Film der zweite Teil von "Leif in Concert" ist. Teil 1 folge noch, sagt Klandt. Darin will er die Geschichte erzählen, wie Barfrau Lene den Musiker Poorboy Paul überhaupt kennenlernt. Wenn es klappt, dann auch wieder mit Luise Heyer, in die der Regisseur "beruflich schon lange verliebt ist", wie er gesteht.

Den Soundtrack von "Leif in Concert" als CD oder Doppel-LP gibt es im Internet unter www.leifinconcert.de/shop-1. Dort kann man auch in die Musik reinhören, Leifs Kneipenatmosphäre genießen und ein paar kleine Merchandise-Artikel zum Film finden.

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