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Kinder jubeln über frisch gefallenen Schnee / Räumdienste im Einsatz / Kaum Unfälle

Winter nach Weihnachten

Da fliegt der Schnee: Günter Seltenheim und sein Kollege räumen die Flächen rings um das Bildungszentrum in Erkner. Für die immerhin rund 4600 Quadratmeter brauchen sie mehrere Stunden.
Da fliegt der Schnee: Günter Seltenheim und sein Kollege räumen die Flächen rings um das Bildungszentrum in Erkner. Für die immerhin rund 4600 Quadratmeter brauchen sie mehrere Stunden. © Foto: MOZ
Manja Wilde und Anke Beißer / 29.12.2014, 22:32 Uhr
Erkner (MOZ) Für viele Kinder begann der Montag mit einem Freudenschrei: Endlich Schnee! Auf den Hügeln der Region sausten Mädchen und Jungen mit ihren Schlitten hinab. Familien genossen den Wintertag bei Spaziergängen. Auf den Autobahnen war der Winterdienst die ganze Nacht im Einsatz.

"Schöner kann man es doch nicht haben", sagt Monika Ulrich und lässt ihren Blick über den Dämeritzsee schweifen. Mit ihrer Tochter, Ramona Reisewitz, und deren Töchterchen, Lucia Luna, spazierte sie am Morgen am Ufer des Sees entlang. Der frische Schnee knackte unter den Füßen und die Enten bettelten nach Futter. "Heute Nachmittag bringen wir euch etwas mit", verspricht Monika Ulrich dem Wassergeflügel.

"So etwas Herrliches, das passt doch zur Jahreszeit", freut sich Werner Bärtling, während er Wege in den Schnee rings um seinen Bungalow fegt. Jeden Tag sieht der 75-Jährige auf seinem Grundstück nach dem Rechten. "Die Bewegung tut gut", sagt der Rentner.

Das dachten sich auch Jutta Werner und Enkelin Jule (9). Erst spazierten sie mit Hund und Schlitten zum Einkaufen, dann sollte es einen Stopp am Rodelberg geben. Weithin klang das Kinderlachen von dem Hügel, direkt am Wanderweg entlang des Bretterschen Grabens gelegen, durch die verschneite Natur. Auf Bobschlitten und Plastikschalen sausten die Mädchen und Jungen hinab. "Ein bisschen gefährlich ist es schon, weil man in die Brennnesseln reinrutschen kann", weiß Emma. Dann setzt sie sich wieder mit ihrer Schwester Laila auf den Schlitten.

Auch Günter Seltenheim drehte den ganzen Vormittag seine Runden im Schnee - allerdings nicht mit dem Schlitten, sondern einem zum Winterdienst umgerüsteten Rasentraktor. Seit 6 Uhr fegte er den Schnee rings um das Bildungszentrum.

Die Mitarbeiter der Autobahnmeisterei Erkner waren die ganze Nacht im Einsatz. "Sonntagabend war es schon ein bisschen feucht, darum haben wir gestreut. Ab 4 Uhr war die ganze Mannschaft draußen - acht Leute mit fünf Fahrzeugen", sagt Chef Andreas Müller. 52 Kilometer Strecke fallen in seinen Aufgabenbereich. Eine Tour führt zum Dreieck Barnim, eine Richtung Königs Wusterhausen und eine auf die A12.

Aus den Rathäusern in Erkner und Woltersdorf hieß es, dass der Winterdienst gut geklappt habe. "Es hat sich am Telefon keiner beklagt", sagte Kristina Althaus, Leiterin des Erkneraner Ordnungsamtes. In Schöneiche setzte Michael Schumacher vom Baubetriebshof den Winterdienst für die Wege an den kommunalen Grundstücken in Gang. Um 4 Uhr beorderte der Einsatzleiter vier Räumgruppen in den Dienst. Für die Straßen ist eine Firma zuständig. Weil es so lange geschneit hat, habe es leichte Verzögerungen gegeben, sagte Sven Majewski vom Ordnungsamt. "Aber im Großen und Ganzen war alles okay." Der Polizei der Direktion Ost wurden für die Region kaum Unfälle gemeldet.

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Tony 30.12.2014 - 16:50:57

Der Winterdienst war nicht in Ordnung!

Wir hatten Dauerfrost, trotzdem war es in ganz Erkner nass und glatt, wie beim großen Tauwetter! Streusalz überall wo man hinkommt. Die nasse Pampe ist nicht nur ärgerlich, sondern auch gefährlich! Ganz schnell, sind die vom Streusalz unterkühlten Wege auch wieder überfroren und spiegelglatt! Fußwege sollten nur mit Sand gestreut werden! Dadurch wären sie besser begehbar und auch sicherer!

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