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Brandenburg an der Havel
"Märkische Leselust" startete mit Regine Scheers Roman "Machandel" ins neue Jahr

Die Märkische Leselust stellt skurrile Begebenheiten und originelle Köpfe vor. "Machandel", gelesen von Rita Feldmeier, bildete den Auftakt zu dieser beliebten Lesereihe im Foyer des Brandenburger Theater.
Die Märkische Leselust stellt skurrile Begebenheiten und originelle Köpfe vor. "Machandel", gelesen von Rita Feldmeier, bildete den Auftakt zu dieser beliebten Lesereihe im Foyer des Brandenburger Theater. © Foto: Erhard Herrmann
Erhard Herrmann / 14.01.2020, 11:15 Uhr
Brandenburg an der Havel "Alles ist wahr, aber so war es nicht.” So beginnt der Roman "Machandel" von Regine Scheer. Eine breit gefächerte Sichtweise des Geschehens über eine Zeitspanne von den 1930er bis in die 1990er Jahre. Das Ganze verpackt in einem Familienporträt und der diesjährige Auftakt zur beliebten Veranstaltungsreihe "Märkische Leselust" des Hans Otto Theaters Potsdam.

Unter der künstlerischen Leitung und Mitwirkung des Schauspielers und Literaturkenners Hans-Jochen Röhrig kommen hier sowohl bekannte, neu zu entdeckende als auch zeitgenössische Texte zum Vortrag. Es lesen Schauspieler des Hans Otto Theaters. "Machandel ist niederdeutsch und bedeutet ‚Wacholder’", erklärte die Protagonist und Vorleserin Rita Feldmeier, die musikalisch von Rita Herzog (Klavier) und Bettina Lange (Flöte) bei ihrer Lesung vergangenen Sonntag begleitet wurde. Machandel heißt aber auch das kleine Dorf in Mecklenburg-Vorpommern, das seit Beginn der 40er Jahre des letzten Jahrhunderts bis in die Gegenwart hinein im Fokus des Romans steht. 13 der 25 Kapitel sind aus der Perspektive von Clara erzählt. Kein Wunder also, dass sich Hans-Jochen Röhrig bei der Textauswahl für diese Perspektive entschied. Die Geschichte des 2. Weltkriegs, die der DDR und ihrer Auflösung und der Wiedervereinigung werden mit altslawischen Sagen und dem märchenhaften Motiv der Brüder Grimm – dem Machandelboom – verwoben. Viele Motive werden in allen Perspektiven aufgegriffen. Was alle verbindet, ist der Bruder Claras, Jan. Er ist 1985 plötzlich verschwunden, ausgereist aus der DDR. Eine deutsch-deutsche Geschichte mit einem realistisch-historischen Hintergrund aber fiktiven Namen und Orten.

Weiter geht die Lesereise in den kommenden Monaten. Vorgestellt werden dann  Autoren, die Land und Leute sowie skurrile Begebenheiten und originelle Köpfe beschrieben haben oder sich mit der Geschichte Potsdams, Berlins oder der märkischen Umgebung beschäftigten.

Am 23. Februar liest Hans-Jochen Röhrig aus Hans Falladas "Damals bei uns daheim". Dazu sorgt Rita Herzog am Klavier für die musikalische Umrahmung.

Am 22. März lesen Nadine Nollau und  Jon-Kaare Koppe aus dem Roman "Die zweite Frau" des Lyrikers und Hörspiel- und Romanautor Gunter Kunert. Begleitet von Friedemann Werzlau. "Kubinke" von Georg Herrmann wird am 3. Mai von Ulrike Beerbaum, Nadine Nollau und David Hörning gelesen.

Gisela Richter (Violoncello) und Rita Herzog am Klavier begleiten das Lesetrio musikalisch. Beginn ist jeweils um 15 Uhr im Foyer Großes Haus des Brandenburger Theaters.

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