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Rathenow - Stadt der Optik
Belgier sammeln Rathenower Ferngläser

"Rathenow - Wiege der optischen Industrie", das Buch ist bei der Binocular Historiy Society in Belgien angekommen. Peter de Laet (re.) freut sich mit einem Vereinskollegen.
"Rathenow - Wiege der optischen Industrie", das Buch ist bei der Binocular Historiy Society in Belgien angekommen. Peter de Laet (re.) freut sich mit einem Vereinskollegen. © Foto: privat
Manuela Bohm / 10.03.2020, 07:15 Uhr
Rathenow (MOZ) "Rathenow – Wiege der optischen Industrie": Seit Spätherbst 2019 ist das von Dr. Bettina Götze und Joachim Mertens herausgegebene Buch erhältlich. Viele Gastbeiträge sind enthalten. Es beinhaltet  Wissenswertes aus der mehr als 200-jährigen Geschichte der optischen Industrie der Stadt. Daneben bietet das von Götze geleitete Optik-Industrie-Museum sozusagen Geschichte zum Anfassen. Die Internetseite www.oimr.de ist zwar nur deutschsprachig, dennoch erreichen das Museum  auch Anfragen aus dem Ausland.

So etwa hätte sich Peter de Laet aus Belgien wieder gemeldet, gerade als das neue Optikbuch im Vorjahr vorgestellt wurde, so Sylvia Wetzel, Sprecherin des Kulturzentrums, unter dessen dach das Museum betrieben wird. Er recherchiert derzeit für sein zweites Buch zu Ferngläsern. Er wünschte Informationen und Material zur Emil Busch AG. Der Belgier gehört der Binocular History Society an. Diese sei eine weltweite Organisation, "die sich der Erforschung, Popularisierung und dem Schutz alter optischer Instrumente aller Art widmet und vor fast 30 Jahren von einer Reihe leidenschaftlicher Freunde gegründet wurde", wie de Laet erläutert hatte. Vor allem Ferngläser haben es ihm offenbar angetan. Eine ganze Sammlung von Produkten der Emil Busch AG, die in Rathenow gefertigt wurden, befindet sich im Clubhaus der Society. De Laet nennt sie "ohne Zweifel die größte Busch-Sammlung der Welt".

Ein Buch über Ferngläser haben der Belgier und die Gruppe bereits veröffentlicht. Ein zweites soll nun folgen. Mit Bildmaterial und Infos zur Rathenower Fabrik konnte das Optik-Industrie-Museum weiterhelfen. Auch mit dem Optik-Buch von Götze und Mertens. Denn de Laet hatte bis dahin vergeblich versucht, ein Exemplar in Belgien zu erhalten.

Die deutsche Sprache stellt für de Laet und die anderen in der Society kein Problem dar. Über den Verlag Berlin Brandenburg sollen nun mehrere Exemplare den Weg zu ihnen finden. Für den vom Museum geleisteten Einsatz gab es nun Kekse. Zu Forschungszwecken besuchte die Forschergruppe kürzlich ein Strausberger Archiv, danach machte sie einen Abstecher ins Rathenower Optik-Industrie-Museum.

Das Museum erreichen immer wieder Anfragen mit ganz unterschiedlichen Hintergründen. "Wenn jemand ein altes Mikroskop gefunden hat oder ein Fernglas, dann erhalten wir auch Anfragen aus Polen, Tschechien, der Slowakei, Österreich, England, Italien und aus weiteren Ländern", so Sylvia Wetzel. Dabei geht es oft um Bitten nach technischen Informationsblättern, Reparatur oder Wartungsmöglichkeiten oder ähnliches. Die Anfragen werden teils an heute in Rathenow ansässige Firmen weitergeleitet.

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