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Christina Bohin hat eine Ausstellung über das Lebenswerk von Emöke Pöstenyi kuratiert. Am Sonnabend wird sie im Schloss Neuenhagen eröffnet.

Ausgestellt
Ausstellung über Emöke Pöstenyi im Schloss Neuenhagen

Aufbau: Christina Bohin im Schloss Neuenhagen baut die Ausstellung mit Fotos und Holzskuplturen (l.) von Emöke Pöstenyi auf.  Sie hat die Exposition über das Lebenswerk der Tänzerin und Choreografin im Auftrag des Landrates erarbeitet.
Aufbau: Christina Bohin im Schloss Neuenhagen baut die Ausstellung mit Fotos und Holzskuplturen (l.) von Emöke Pöstenyi auf.  Sie hat die Exposition über das Lebenswerk der Tänzerin und Choreografin im Auftrag des Landrates erarbeitet. © Foto: Steffen Göttmann
Steffen Göttmann / 09.10.2019, 06:45 Uhr
Neuenhagen (MOZ) Als Tänzerin begeisterte die Ungarin Emöke Pöstenyi in den sechziger und siebziger Jahren das Publikum in der DDR. Zusammen mit ihrer Tanz-Kollegin Susan Baker bildete Emöke Pöstenyi das erfolgreichste Tanz-Duo des Deutschen Fernsehballetts. Später arbeitete sie selbst erfolgreich als Choreografin.

Künstlerische Leiterin

Ab 1980 bis in die neunziger Jahre choreografierte sie für das Fernsehballett, den Friedrichstadt-Palast, die Semper Oper, die Staatsoper und die Komische Oper. In den 1990er-Jahren übernahm sie das ehemalige Fernsehballett eigenständig. Unter ihrer künstlerischen Leitung bildeten sich viele Tänzerpersönlichkeiten heraus, dazu zählen unter anderem Andre Höhl und Jana Torneva. Aktuell bemalt Emöke Pöstenyi Wurzeln aus Holz und positioniert sie so, dass sie wie Balletttänzer aussehen.

Im Auftrag von Landrat Gernot Schmidt (SPD) hat Christina Bohin, Fotografin und Fotokünstlerin, die Ausstellung über das Lebenswerk von Emöke Pöstenyi kuratiert. Die Exposition ist eine Premiere, denn es gab bisher keine Ausstellung über Emöke Pöstenyi. Christina Bohin hat das Konzept verfasst und setzt dieses nun um. Sie zeigt neben den Fotos Dokumente sowie die Preise, die Emöke Pöstenyi verliehen wurden.

"Ich habe aus einer Fülle von Fotos, die mir Emöke Pöstenyi zu Verfügung gestellt hat, eine Auswahl herausgesucht", sagt Christina Bohin. Sie wollte dabei die Künstlerin nicht auf die gemeinsame Zeit mit Susan Baker reduzieren, sondern ihr gesamtes Schaffen herausarbeiten.

Von der Kindheit bis zur Gegenwart suchte sie pro Lebensabschnitt ein bis zwei eindrucksvolle Fotos heraus. Sie erscheinen alle gleich groß in Schwarz-Weiß. Zur Eröffnung am Sonnabend um 15 Uhr wird Emöke Pöstenyi anwesend sein. Sie ist mit dem Regisseur Wolfgang Kohlhaase verheiratet. Gezeigt werde auch die eine bemalte Wurzel-Skulptur aus der jüngsten kreativen Phase.

Interessante Biografie

"Sie ist eine große ostdeutsche Künstlerin mit einer interessanten Biografie", begründete Gernot Schmidt seine Idee zur Ausstellung. Ihm sei die Exposition über ihr Leben ein großes Anliegen. Emöke Pöstenyi lebt zwar im Landkreis Oder-Spree, aber sie habe auch in Märkisch-Oderland gewirkt. Finanziert werde die Ausstellung durch die Sparkassen Märkisch-Oderland und Oder-Spree.

Entdeckt vonTalentesuchern

Emöke Pöstenyi wurde 1942 in Budapest geboren. Sie interessierte sich frühzeitig für Tanz und Ballett. Ab dem neunten Lebensjahr besuchte sie eine Ballettschule. Nach dem Abitur in Ungarn wurde ihre Tanzbegabung von Talentsuchern aus der DDR entdeckt und sie eingeladen. Sie erhielt am Theater Meiningen ein Engagement, danach in Dresden und bald am  Friedrichstadt-Palast Berlin. ⇥red

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