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Das Schwedter Kino zeigt die neuesten Produktionen von "Kinder machen Kurzfilm!". Schüler und Eltern erzählen stolz von den Dreharbeiten.

Dreharbeiten
Erlebnisse hinter der Kamera

Eva-Martina Weyer / 03.12.2019, 06:45 Uhr
Schwedt (MOZ) Sechs Filme, die Schulkinder gedreht haben, erlebten jetzt ihre Premiere im Schwedter Kino. Schüler aus Schwedt, Angermünde, Prenzlau und Templin hatten im Sommer im Projekt "Kinder machen Kurzfilm!" eigene Filme nach Lieblingsgedichten gedreht. Sie haben sich dazu das Drehbuch ausgedacht, waren selbst Schauspieler, Requisiteure und haben mit professioneller Technik gedreht, Geräusche gemacht und geschnitten. Die sechs Premierenfilme stammen von 120 Mädchen und Jungen. Sie hatten zum ersten Mal mit dem Medium Film zu tun und waren begeistert von der Verantwortung, die ihnen die Projektleiter von "Kinder machen Kurzfilm!" übertrugen. Lucy Wegner aus der 6. Klasse der Schwedter Astrid-Lindgren-Grundschule war mit dabei.

Fantasie herauskitzeln

"Ich bin im Film ,Der Wolf ist tot’ dabei. Alles hat so viel Spaß gemacht", erzählte sie am Premierennachmittag. Den haben nicht nur die Filmkinder selbst, sondern auch Eltern, Geschwister und Freunde miterlebt. Der von den Schwedter Stadtwerken bereitgestellte Kinosaal war rappelvoll. Ronny und Susanne Wegner sind die Eltern von Lucy und erinnerten sich noch an die aufregende Drehzeit: "Die Kinder haben viel davon erzählt, und weil Lucy ihre Rolle übte, hatten wir zeitweise einen heulenden Hund zu Hause. Lucy und die anderen haben so viel gelernt in diesem Projekt. Sie mussten sich in eine andere Sache hineinversetzen, Empathie empfinden und schauspielerisches Talent entwickeln. Sie wissen jetzt, dass hinter so einem Kurzfilm doch sehr viel Arbeit steckt."

Die professionelle Ausstattung mit Kamera, Licht- und Tontechnik stammt von dem Filmprojekt "Kinder machen Kurzfilm!", das in Berlin ansässig ist. Studierte Filmemacher leiten die Kinder an und kitzeln ihre Phantasie heraus. So sind in den neuesten Produktionen Geisterabwehrgeräte entstanden und die Frage geklärt worden, was der Wischfisch im Geschirrspüler macht.

Echtes Kino ist tolle Belohnung

Gabriela Zorn ist die künstlerische Leiterin des Projekts und schätzt ein: "Die Kinder entwickeln sich während der Dreharbeiten enorm. Sie spüren, dass wir sie ernst nehmen." Die Schwedter Kulturamtsleiterin Andrea Schelhas hat die Entwicklung von "Kinder machen Kurzfilm!" über viele Jahre verfolgt und lobt: "Die Premiere des eigenen Films in einem echten Kino zu erleben ist eine tolle Belohnung. Etwas Schöneres kann es für Schüler nicht geben."

Alle Kurzfilme sind ab sofort auf youtube zu sehen.

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