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What Happened To Monday?
Ich bin viele

What happened to Monday?
What happened to Monday? © Foto: Splendid
Stefan Klug / 10.03.2018, 15:37 Uhr
Um das Ernährungsproblem in den Griff zu bekommen werden viele Lebensmittel aus genetisch veränderten Rohstoffen hergestellt. Das wiederum fördert Mehrlinksgeburten, so dass sich eine immer schnellere Spirale dreht. Deshalb verbietet die Weltregierung Geschwisterkinder. Werden diese dennoch geboren, versetzt man sie in einen Kälteschlaf, um sie später einmal als eine Art Reserve der Menschheit wieder aufwecken zu können. Das Netz der Überwachung ist eng, doch einem Vater gelingt es, seine Siebenlinge, alles eineiige Mädchen, über Jahre hinweg großzuziehen. Jede nach einem Wochentag benannt, dürfen sie genau an jenem die geheime Wohnung verlassen und treten in der Öffentlichkeit als ein und dieselbe Person auf. Doch dann kommt Monday nicht nach Hause. Eine hektische Suche beginnt und zum ersten Mal ist mehr als eine der mittlerweile Frauen draußen unterwegs. Dabei bewahrheitet sich die schlimmste Befürchtung. Das System hat Kenntnis davon, dass es Geschwisterkinder gibt. Doch sieben gleich Aussehende, dazu mit unterschiedlichen Fähigkeiten ausgestattete Frauen, können mehr leisten, als ein Überwachungsstaat.

Die Filmwelt ist an Werken von einer düsteren Zukunft nicht arm. Hier haben wir einen weiteren Vertreter. Auch die Frage der Einkind-Politik ist nicht neu. Dennoch birgt der Streifen von Tommy Wirkola viele sehenswerte Ansätze. Zum einen ist die Idee eine gute, Hauptdarstellerin Noomi Rapace gleich sieben Mal ins Rennen zu schicken. Und das meistert das Nordlicht mit Bravour. Unterschiedliches äußeres Aussehen in Sachen Haarfarbe und Länge sowie Kleidungsstil macht es dem Zuschauer leichter, den Überblick zu behalten. Anderen fehlt diese Kenntnis, woraus der Streifen natürlich ein gewisses Überraschungsmoment bezieht. Darüber hinaus setzen die Macher vor allem auf solide Action. Man geht nicht gerade zimperlich miteinander um, so dass die Alterseinstufung durchaus ihre Berechtigung hat. Und das Ende ist auch nicht zwingend vorhersehbar. Damit bleibt die Spannung größtenteils bis zum Showdown erhalten.

Genre: Action; FSK: 16 Jahre; Laufzeit: 123 Minuten; Verleih: Splendid; Regie: Tommy Wirkola; Noomi Rapace, Glenn Close, Willem Dafoe; GB 2017

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