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Deadpool 2
Alles, nur nicht langweilig

Deadpool 2
Deadpool 2 © Foto: 20th Century Fox HE
Stefan Klug / 06.11.2018, 10:25 Uhr - Aktualisiert 11.11.2018, 14:17
Frankfurt (Oder) (MOZ) Einmal rund um den Globus hat sich Deadpool gemordet und scharenweise böse Jungs, deren Helfer und Helfershelfer ausgelöscht. Zurück im trauten Heim ist es nun an der Zeit, eine Familie zu gründen. Doch wer anderen böses tut, selbst wenn es für die Allgemeinheit gut ist, muss mit Vergeltung rechnen. Und die trifft die Freundin des Rächers. Halt- und willenlos versucht er, ihr in den Tod zu folgen, muss aber erfahren, dass es noch nicht Zeit ist dafür. Er wird noch gebraucht. Was sich auf den ersten Blick nicht so wirklich erschließt, erweist sich als eine Aufgabe von größerer Dimension. Denn mit dem Auftauchen von Cable aus der Zukunft müssen Weichen gestellt werden, was selbst für einen Deadpool eine Herausforderung darstellt.

Länger, schneller, brutaler, aberwitziger - so stellen sich Deadpool und seine Macher einen Familienfilm vor. Und der beginnt - wie hier - immer mit einem Mord, siehe Bambi oder den König der Löwen. Allein schon diese Vergleiche zeigen, auf welchem anarchistischen Weg sich die Fortsetzung befindet. Und sie bedient diese Attitüde bis zur letzten Minute. Alles wird in Frage gestellt, nichts wirklich ernst genommen. Damit der Zuschauer das nicht in den falschen Hals bekommt, spricht der Anti-Held wie schon gewohnt permanent direkt oder indirekt mit dem Publikum. Das kann schon mal nerven. Aber die überbordende Action und der irrwitzig hohe Body Count lassen kaum Zeit, sich wirklich auf ruhigere Szenen einzustellen. Zum Schluss fragt man sich, wer sich so etwas einfallen lässt. Unterhaltsam ohne Frage, kurzweilig sowieso und actionseitig mit sehenswerte Spezialeffekten versehen spielt „Deadpool 2“ in seiner eigenen Liga.

Genre: Action; FSK: 18 Jahre; Laufzeit: 120 Minuten; Verleih: 20th Century Fox HE; Regie: David Leitch; Ryan Reynolds, Jack Kesy, Josh Brolin; USA 2018

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