Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Skyscraper
The Rock in luftiger Höhe

Skyscraper
Skyscraper © Foto: Universal
Stefan Klug / 14.11.2018, 14:52 Uhr
(MOZ) Bei einer missglückten Geiselbefreiung wird Will Sawyer so schwer verletzt, dass er seinen Job im Rettungsteam aufgeben muss. Fortan verdient er seine Brötchen als Sicherheitsberater. Und als solcher hat er einen lukrativen Job an Land gezogen. Er soll die Systeme des höchsten Gebäudes der Welt checken. Während dieser Zeit wohnt seine Familie exklusiv als erste im Wohnbereich ab der 96. Etage. Doch nicht alle sind so schwer beeindruckt von The Pearl, dass sich fast einen Kilometer Richtung Wolken schraubt. Schon gar nicht ehemalige Geschäftspartner des Eigentümers. Weil der nicht rausrücken will, was die anderen haben wollen, setzten sie den Scyscraper kurzerhand in Brand und Sawyer außer Gefecht. Alle Feuerbekämpfungssystem sind offline, alle Türen zu. Will am Boden sieht die Flammen genau dort, wo seine Frau und die beiden Kinder sein müssen. Doch der Hüne ist niemand, der sich von Hindernissen abschrecken lässt. So beginnt sein spektakulärer Aufstieg.

Feuer im Hochhaus ist das Schreckensszenario schlechthin, um so mehr, wenn alle System abgeschaltet sind. Rawson Marshall Thurber, der auch das Drehbuch geschrieben hat, war das wohl noch nicht dramatisch genug. So nahm er seinem Helden zudem noch ein Bein - der missglückte Geiseleinsatz, wir erinnern uns - und versperrte alle Eingänge. Der arme Krüppel muss sich so seinen Weg über einen gigantischen Kran in windige Höhen suchen. Als ob es nicht auch so spannend gewesen wäre, den Koloss Dwayne Johnson an einem Arm in geschätzten 500 Metern an der Fasse hängen zu sehen. Kurzum, hier wurde mächtig dick, vielleicht zu dick aufgetragen. Denn zweifelsohne leidet die Inszenierung unter einem zunehmenden Glaubwürdigkeitsproblem. Lässt man dieses außer acht, bleiben nur wenige der insgesamt 104 Minuten, in denen nichts haarsträubendes passiert. Will sagen, über einen zu geringen Adrenalin-Ausstoß wird sich wohl kein Zuschauer beschweren. Dazu protzt der Streifen geradezu mit seinen technischen Möglichkeiten. The Pearl, geschätzte 1000 Meter hoch, ist komplett als CGI-Objekt entstanden und weiß als solches immer wieder zu begeistern. Optisch wird man derzeit kaum etwas spektakuläreres finden. Und mit oder ohne Bein, The Rock hat wie gewohnt einen souveränen und schlagfertigen Auftritt.

Genre: Action; FSK: 12 Jahre; Laufzeit: 104 Minuten; Verleih: Universal; Regie: Rawson Marshall Thurber; Dwayne Johnson; Neve Campbell; Chin Han; USA 2018

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2018 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG