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Gotti
Redseliger Pate

Gotti
Gotti © Foto: NewKSM
Stefan Klug / 01.12.2018, 14:05 Uhr
(MOZ) Immer weiterkämpfen war das Motto von Paul Gotti. Nach dem Mord an Paul Castellano, Führungsmitglied der Cosa Nostra, tritt er 1986 das Amt des Paten in New York an. Pikant, die Todesschüsse hatte Gotti selbst in Auftrag gegeben. Doch nachweisen konnte man ihm das nicht. Insgesamt fünfmal stand er wegen schwerer Verbrechen vor Gericht, fünfmal wurde er freigesprochen. Und seine Gattin sorgte dafür, dass der Mobster nach außen hin ein bürgerliches Leben führen konnte. Doch im inneren Zirkel verstellte sich der Berufsverbrecher nicht. Und dies wurde ihm schließlich zum Verhängnis.

Schlussendlich doch im Knast, den nahen Tod vor Augen, ist Gotti hier im Zwiegespräch mit seinem ältesten Sohn. Der will, um endgültig aussteigen zu können, eine Tat gestehen und seine Strafe absitzen. Für den Vater, einen notorischen Polizistenhasser, ein absolutes No Go. Diese Unterhaltung unterbricht Kevin Conolly immer wieder mit Rückblenden, die die Entwicklung des Paten und seine wichtigsten Lebensstationen aufzeigen. Aber auch hier ist die Hauptfigur vor allem in einer Pose zu erleben: redend. Dass ausgerechnet die Geschichte eines Gangster vor allem im Film erzählt wird, mag nicht so wirklich zum Sujet passen. Daran ändert nicht wirklich etwas, dass die Hauptrolle von einem echten Superstar gespielt wird. Denn John Travolta haben wir in ähnlichen Rollen schon aktiver erlebt. Kurzum, „Gotti“ ist ein interessantes Biopic um eine schillernde und zugleich zwielichtige Persönlichkeit, lässt aber in Sachen Umsetzung einige Punkte liegen.

Genre: Biopic; FSK: 16 Jahre; Laufzeit: 109 Minuten; Verleih: NewKSM Cinema, Regie: Kevin Conolly; John Travolta, Spencer Rocco Lofranco, Kelly Preston; USA 2018

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