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Dead in a Week
Leben und sterben lassen

Dead in a Week
Dead in a Week © Foto: Ascot
Stefan Klug / 07.12.2018, 13:36 Uhr
(MOZ) Allein, depressiv und missverstanden - William hat genug vom Leben. Und das schon lange. Nicht nur einmal hat er erfolglos versucht, aus selbigem zu scheiden. Meist ging etwas schief oder ihn verließ der Mut. Nachdem der jüngste Todessprung misslungen ist, greift der Lebensmüde auf professionelle Hilfe zurück. Er engagiert Leslie, einen Auftragskiller. Eine Win-Win-Situation. Denn der alternde Assassin muss um seinen Job bangen, erfüllt er nicht die von der Organisation gestellte Quote. Doch kaum ist der Kontrakt unterzeichnet, lernt William Ellie kennen. Die tickt so wie er, Liebe kommt ins Spiel. Erstmals seit langem will der junge Mann gar nicht mehr sterben. Doch Leslie kann sich einen stornierten Auftrag nicht leisten.

Ok, die Grundidee mag nicht so wirklich neu sein. Streifen über misslungene Selbstmorde gab es schon einige, und gute. Tom Edmunds geht das Thema in seinem Langfilmdebüt trotzdem mutig an und kann mit Tom Wilkinson als alternder Auftragskiller ein bekanntes Gesicht vorweisen. Allerdings ist die Rolle des Leslie als nicht allzu spritzig ausgelegt. Und das merkt man der Handlung leider an. William rennt jetzt nicht wirklich um sein Leben und auch die Malheure, die seinem Widerpart passieren, kommen eher gemächlich daher. Hier hätte dem gesamten Streifen durchaus mehr Dynamik gut getan. Und der vorhandene Humor hätte etwas schwärzer ausfallen dürfen. Doch auch wenn noch Luft nach oben ist, die Grundidee mit der Killer-Kooperative (John Wick lässt grüßen) und dem Lebensmüden, der einen Profi für sich selbst engagiert, ist pfiffig. Die beiden Hauptpersonen agieren stimmig miteinander.

Genre: Komödie; FSK: 12 Jahre; Laufzeit: 90 Minuten; Verleih: Ascot; Regie: Tom Edmunds; Tom Wilkinson, Aneurin Barnard, Freya Mavor; GB 2018

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