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Die Unglaublichen 2
Retro in Vollendung

Die Unglaublichen 2
Die Unglaublichen 2 © Foto: Disney
Stefan Klug / 09.02.2019, 16:00 Uhr
(MOZ) Wer hätte das gedacht. Statt sich im Ruhm des Lobes zu sonnen, müssen sich Superhelden wie die Parrs verstecken. Denn in der öffentlichen Meinung überwiegen die Kollateralschäden ihrer Einsätze den Nutzen derselben. Und wie um diese These zu stützen, geht beim letzten Einsatz auch einiges schief. Das Regierungsprogramm wird eingestellt, Heldenrente, wie es scheint. Doch dann taucht ein mysteriöser Milliardär auf, der eine privat finanzierte Image-Kampagne für Superhelden starten will. Nicht irgendwo, sondern dort, wo das Verbrechen zu Hause ist. Nicht Vater Bob, Mr. Incredible, soll’s wuppen. Nein, Mutter Helen alias Elastigirl ist die Auserwählte. Während die also auf Verbrecherjagd geht muss Bob den Haushalt schmeißen, eine heranwachsende Tochter und einen frechen Sohn im Zaun halten und vor allem mit den Superkräften fertig werden, die Baby Jack-Jack zunehmend entwickelt.

Superhelden, die keine Superhelden mehr sein dürfen - vom Ansatz her geht die neue Pixar-Produktion einen offensichtlich anderen Weg als all jene, die uns in jüngerer Vergangenheit heimsuchten. Das relativiert sich natürlich ziemlich schnell, denn letztlich braucht es eben jene Superkräfte, um den unvermeidlichen Bösewicht zur Strecke zu bringen. Doch allein schon die Bemühungen sind lobenswert. Ebenso, dass Brad Bird das Geschehen in einen so liebevollen und kompletten Retro-Kosmos verortet, dem dennoch moderne Gadgets nicht fremd sind. Und dann ist da noch die Zweiteilung zwischen Schurken bekämpfen und Familie managen, was die Helden so menschlich macht. Nicht zuletzt gibt’s durchaus originelle Verweise auf tatsächliche und lebende Gestalten, deren Pendant man im Streifen wiederfinden kann - wenn man mag. Technisch brillant umgesetzt, sowohl bei der Handlung als auch beim Setting, hätte dieses Spektakel auch als Realfilm funktioniert.

Genre: Animation; FSK: 6 Jahre; Laufzeit: 118 Minuten; Verleih: Disney; Regie: Brad Bird; USA 2018

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