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Hunter Killer
Roter Oktober 2.0

Hunter Killer
Hunter Killer © Foto: Concorde HE
Stefan Klug / 14.03.2019, 14:07 Uhr
(MOZ) Die USS Tampa Bay folgt in der Barentssee unbemerkt einem russischen U-Boot. Der amerikanische Hunter Killer erprobt dabei neueste Technologien. Plötzlich zerreißt eine Detonation die Stille, kurze Zeit später wird die Tampa Bay von einem Torpedo getroffen. Um den Vorfall aufzuklären, entsendet die Navy ein zweites Boot der Klasse ins Krisengebiet. Das Kommando hat Commander Glass übernommen. Ein Seebär, der sein Handwerk an Bord und nicht in einer Marineakademie erlernte. Im ewigen Eis des Nordmeeres spürt die Arkansas tatsächlich ein weiteres russisches U-Boot auf, das die Amis angreift und danach versenkt wird. So ist man fast im Krieg mit den Russen. Gewollt, wie sich zeigt. Denn im Hafen von Murmansk hat der Verteidigungsminister des Riesenreiches den eigenen Präsidenten als Geisel genommen und versucht, den Vorfall im Eismeer als Grund für einen Angriff zu missbrauchen. Glass und seine Mannschaft sollen nun das Staatsoberhaupt retten. Den Weg dorthin weist ihn ausgerechnet der Kapitän des russischen Bootes, das ganz am Anfang der Mission explodiert ist.

U-Boote, Amis und Russen - Jagd auf Roter Oktober lässt grüßen. Und tatsächlich lehnt sich das Werk von Donovan Marsh an das bekannte Vorbild an. Doch heutzutage muss man mehr bieten, selbst wenn U-Boot-Thriller eher selten im Teich der Actionfilme schwimmen. Und nur Unterwasser geht die Action auch nicht ab. Denn an Land ist ein SEAL-Team unterwegs, den Präsidenten erst einmal sicher bis ans Ufer zu begleiten. Die Land-Wasser-Kombi bringt wohltuend Abwechslung ins Geschehen und stellt der CGI-Action in den Meerestiefen gekonnt handgemachte Ballerei über NN entgegen. So wird’s nie eintönig. Allerdings erfinden die Macher das Genre natürlich nicht neu. Patriotismus, vorgefertigte Feindbilder und taffe Männerwitze sind ebenso Bestandteil des Spektakels. Bei der Besetzung zeigt Marsh ein glückliches Händchen. Denn mit Gerard Butler ist da jemand, der den grimmigen Seebären ebenso gut kann wie Gary Oldman als NAVY-Chef den Hysteriker. Michael Nyquist in seiner letzten Rolleist dazu sicher ein würdiger Nachfolger von Sean Connery als russischer Kapitän. Der Rest ist vor allem mit Stereotypen besetzt, passt aber.

Insgesamt eine unterhaltsame Veranstaltung, die zudem exemplarisch vor Augen führt, was sich in der Unterwasser-Kriegsführung in den Jahrzehnten seit Roter Oktober alles verändert hat.

Genre: Action; FSK: 16 Jahre; Laufzeit: 122 Minuten; Verleih: Concorde HE; Regie: Donovan Marsh;Gerard Butler, Gary Oldman, Michael Nyquist; USA 2018

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