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Aquaman
Tiefer gehende Action

Aquaman
Aquaman © Foto: WHV
Stefan Klug / 11.05.2019, 18:30 Uhr
(MOZ) Als Sohn eines Menschen und einer Bewohnerin des versunkenen Reichs Atlantis ist Arthur in beiden Welten zu Hause. Am liebsten in der des Vaters, also an Land. Da Mutter einst Königin der Unterwasserwelt war, wäre der stattliche Mann eigentlich der legitime Thronfolger. Doch statt seiner sitzt sein Halbbruder auf dem Chefsessel. Und der blonde Orm führt nichts Gutes im Schilde. Denn letztlich plant er, alle sieben Weltmeere unter seiner Herrschaft zu vereinen und so als Master of the Seas unheimlich mächtig zu werden. Dann würde er sich die Menschen vorknöpfen. Das verhindern kann nur Arthur, wenn der an Stelle seines Bruders regiert. Dazu hat er zwar wenig Lust, folgt aber dem Ruf aller Vernünftigen. Nur wird Orm den Thron nicht freiwillig räumen.

Was für ein Spektakel. Mit gewaltigem CGI-Aufwand und nicht weniger spektakulärem Cast geht James Wan die Sache an. Nachdem Aquaman in einigen Filmen des DC-Universums schonmal eine kleinere Rolle spielen durfte, ist dies hier sein großer Auftritt. Und der ist über weite Strecken durchaus gelungen. Allerdings sollte man die Story nicht zu genau unter die Lupe nehmen. Denn dann bleibt nicht viel. Wan umschifft diese Klippe geschickt, indem er einen veritablem Sturm - nein nicht im Wasserglas - unter der Oberfläche inszeniert. Hat der nicht so eingeweihte Zuschauer ohnehin mitunter schon Schwierigkeiten, bei den Helden-Geschichten, Fortsetzungen oder Prequels durchzusehen, so ist man sich mitunter unsicher, in welchem Reich hier die Schlachten toben. Mitunter sieht es sehr nach "Star Wars" aus, dann könnte auch der "Herr der Ringe" mitmischen. Erst wenn etwas Ruhe hineinkommt wird anhand der immer leicht schwebenden Haare klar, dass man sich unter Wasser befindet. Die Massen- und Action-Szenen sind toll gemacht und nicht weniger überzeugend auf den Bildschirm gebracht. Dazu entwickelt auch der Sound einen ordentlichen Orkan, der mitunter geradezu zum Griff der Fernbedienung nötigt, um nicht die Nachbarn rebellisch zu machen. Von der Inszenierung her ein gelungenes Stück Unterhaltung. Und ein lehrreiches dazu. Denn einige Male wird auch die Umweltproblematik anhand der Situation in den Meeren zur Sprache gebracht. Ob das so dezidiert auch gewollt war, sei einmal dahingestellt. Eingebettet in die augenblickliche globale Diskussion jedenfalls fällt’s auf, auch wenn die Holzhammer-Methode nicht jedem als die beste erscheinen mag.

Genre: Action; FSK: 12 Jahre; Laufzeit: 143 Minuten; Verleih: WHV; Regie:James Wan; Jason Momoa, Amber Heard, Willem Dafoe; USA 2018

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