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Creed II – Rocky’s Legacy
Wie die Väter...

Creed II - Rockys Legacy
Creed II - Rockys Legacy © Foto: WHV
Stefan Klug / 15.06.2019, 15:53 Uhr
(MOZ) Philadelphia hat wieder einen Boxstar. Denn aus Adonis "Donny" Creed ist nicht nur ein Mann geworden, er hat auch gerade seinen ersten Gürtel gewonnen. Dieser Erfolg kommt in der fernen Ukraine einem alten Bekannten zu Ohren. Denn Creed hieß einst auch der Gegner von Ivan Drago. Warum also nicht die Geschichte wiederholen lassen und abkassieren. Freilich kann nicht Ivan in den Ring steigen. Aber sein Sohn Viktor. So wird das alte Duell öffentlichkeitswirksam wieder aufgelegt. Und entgegen dem Rat von Rocky nimmt Donny an. Auch um Rache für den Tod des Vaters zu nehmen. Der Versuch schlägt fehlt und endet fast so tragisch wie einst. Aber weder ein Creed noch ein Balboa bleiben am Boden liegen.

Geschichte wiederholt sich also doch, möchte man meinen. Wie einst in "Rocky IV" stehen sich namentlich alte Bekannte gegenüber. Nur dieses Mal ist es kein Kampf der politischen Systeme. Es ist die Runde der Nachkommen, die die Geschichte fest- oder neu schreiben will. Rentner Rocky sieht das Ansinnen skeptisch. Mit Recht, wie sich zeigen wird. Doch im Angesicht der größten Not überwindet auch der Champ seine Zweifel, um für die Sache einzutreten. Da ist er nicht allein. Anders als vor mehr als 30 Jahren geht es nicht mehr allein um Kraft, Ausdauer und Kampf. Familie, Zusammenhalt und auch die Emanzipation der Söhne gegenüber den Vätern spielt eine Rolle. Steven Caple Jr. erfindet hier keine neue Rocky-Folge, vielmehr setzt er die Neuausrichtung, die vor vier Jahren mit "Creed" begonnen hat, fort. Die Geschichte wird ordentlich erzählt und die Kämpfe sind wirklich sehenswert inszeniert worden. Aber wirkliche Überraschungen sollte man nicht erwarten. Dafür wird, beginnend bei der Namensgebung, zu sehr versucht, der Fan-Erwartung zu entsprechen. Wer einst auf der Seite des jungen Stallone gestanden hat, wird anerkennend vernehmen, dass nicht nur Dolph Lundgren, sondern auch Brigitte Nielsen neben Sylvester Stallone den Auftritt perfekt machen. Und auch Michael B. Jordan ist ein würdiger Nachkomme seines Film-Vaters.

Genre: Action; FSK: 12 Jahre; Laufzeit: 130 Minuten; Verleih: WHV; Regie: Steven Caple Jr., Sylvester Stallone, Tessa Thompson (USA 2018)

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Boxstar Tessa Thompson Gürtel Brigitte Nielsen

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