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Aladdin
Will Smith als Disneys Geist der Wunderlampe

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Stefan Klug / 25.10.2019, 17:01 Uhr
Frankfurt (Oder) (MOZ) Aladdin und sein Affe Abu sind ein gutes Team. Gemeinsam schlagen sie sich durchs Leben und das Gewühl vonAgrabah. Hier lernt der junge Mann die Tochter des Sultans kennen, ohne freilich zu wissen, wer sie wirklich ist. Das wiederum verrät ihm der finstere Dschafar, Wesir des Herrschers. Natürlich nicht als Selbstzweck. Der hinterlistige Angestellte möchte gern selber auf den Thron und der etwas einfältige Aladdin könnte dabei helfen. Nämlich, indem er aus einer Höhle eine geheimnisvolle Lampe holt. Kaum geschehen stößt Dschafar den Jungen wieder zurück, während Abu jedoch auch die Lampe sichert. Und wie es der Zufall so will, reibt Aladdin an derselben. Ein Dschinni erscheint, der seinem Herren drei Wünsche erfüllen wird.

Disney ist in letzter Zeit nicht nur sehr erfolgreich, neue Animationsstreifen auf den Markt zu bringen, sondern auch, die alten Klassiker der Neuzeit anzupassen. Während alles mit Tieren - König der Löwen zum Beispiel - dank sagenhafter CGI-Effekte zum Leben erweckt wird, hat man "Aladdin" von 1992 einen Realfilm zur Seite gestellt. Und der weiß nun, mit vor allem zwei Dingen Aufmerksamkeit zu erheischen. Zum einen ist da die Regie von Guy Ritchie, dem man vielleicht eine Märchen-Adaption eher weniger zugetraut hätte. Doch mit seiner typisch britischen Coolness hat er dem morgenländischen Specktakel einen frischen Anstrich gegeben. Das plüschige ist verschwunden, es bleibt die Würze des Orients in der unterhaltsamen Inszenierung. Und dann ist da Superstar Will Smith. Als blauer Dschinni rockt er das Geschehen, vor allem dann, wenn er als realer Mensch in Erscheinung tritt. Das "Aladdin" gemäß der Vorgabe als fast schon Musical daherkommt, macht die Sache nicht schlechter, denn Smith verdient ja seine Brötchen auch als Sänger. Überhaupt passt der internationale Cast nahezu perfekt zum Geschehen. Wen das viele Gesinge nicht stört, der darf sich auf einen wirklich gelungenen Ausflug in die Phantasie-Welt von Agrabar freuen.

Dass es dort entsprechend bunt zugeht, versteht sich von selbst. Und damit sind alle 4K-UHD-Besitzer des Filmes auf der Siegerseite. Denn die Farbenpracht ist sprichwörtlich orientalisch. Die höhere Auflösung, der starke Kontrast und die gelungenen Spezialeffekte kitzeln viele sehenswerte Details aus dem Material heraus. Ein wenig scheint es fast, als sein man nur durch eine Scheibe vom märchenhaften Geschehen getrennt. Den Punkt höchster Zufriedenheit, zumindest technisch gesehen, werden dennoch nur die Nutzer der Original-Tonspur erreichen. Die bietet mit Dolby Atmos den kompletten dreidimensionalen Klang. Wer bei der deutschen Spur bleibt, muss auf die Effekte aus der Höhe verzichten, insgesamt aber ist der Sound mehr als ordentlich.

Genre: Fantasy; FSK: 6 Jahre; Laufzeit: 128 Minuten; Verleih: Disney; Regie: Guy Ritchie;Will Smith, Mena Massoud, Naomi Scott; USA 2019

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