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Anna
Supermodel tötet für den KGB

Anna
Anna © Foto: studiocanal
Stefan Klug / 26.11.2019, 11:16 Uhr - Aktualisiert 27.11.2019, 15:06
Frankfurt (Oder) (MOZ) Sie war ganz unten, dann wurde Anna vom KGB gerettet. Nach einer harten Ausbildung folgt für die junge Frau eine Modelkarriere in Paris. Doch die ist freilich nur Tarnung. Denn immer wieder muss die Wasserstoff-Blondine für den Geheimdienst Aufträge ausführen, meist tödliche. So wird Anna die beste Killerin des KGB. Doch trotz allen Bemühens um Geheimhaltung kommt ihr auch die Gegenseite auf die Schliche. Und so hat sie eines Tages keine Wahl: Anna muss nun auch für die CIA arbeiten. Denn die garantiert, was die Gegenseite ausschließt: Ein Leben in Freiheit nach der Agenten-Karriere. Und dafür ist das Model bereit, jeden Weg zu gehen.

Luc Besson beehrt uns wieder mit einem seiner typischen Actioner. Die Geschichte scheint auf den ersten Blick geradlinig, doch der Franzose versteht es geschickt, durch das hin- und herspringen in Zeitebenen für etwas Verwirrung zu sorgen. Er hätte den Plot gut auch am Stück erzählen können, doch so präsentiert er meist erst das Ergebnis, um dann die Erklärung mit einem sich oft wiederholenden "drei Monate zuvor" o.ä. zu präsentieren. Diese Verschachtelung macht es dem Zuschauer eher schwer, das große Ganze zu durchschauen. Auch wenn man so zwischendrin mitunter Schwierigkeiten hat, in welcher Zeit sich die Handlung gerade bewegt, so sammelt der Betrachter irgendwann genügend Erfahrungen, um ausgerechnet beim Showdown die Pointe zu erahnen. Das ist gewissermaßen schade, hier hätte ein richtiger Knaller den krönenden Abschluss darstellen sollen. Aber auch sonst ist "Anna" durchweg unterhaltsam. Allein schon die Kombi zwischen Modelbusiness und Killer übt rein vom Unterhaltungswert her einen nicht zu unterschätzenden Reiz aus. Ob allerdings eine superschlanke Schönheit tatsächlich all diese Kämpfe bestehen hätte können...?

Von der technischen Seite her überzeugt vor allem das Bild von der UHD. Sehr satter Kontrast, gute Helligkeitswerte und komplett flüssiger Bildlauf sorgen dafür, dass die Darstellung bei aller Rasanz des Geschehens nie in die Knie geht. Einzig der HD-Master-Ton scheint mitunter, gerade bei Shootouts ein wenig eingebremst. Hier hätte es ruhig mehr Rumms haben dürfen.

Genre: Action; FSK: 16 Jahre; Laufzeit: 119 Minuten; Verleih: studiocanal; Regie: Luc Besson; Sasha Luss, Helen Mirren, Cillian Murphy; F 2019

Luc Besson: Valerian

Luc Besson: Lucy

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