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Angel has fallen
Anschlag auf den US-Präsidenten

Angel has fallen
Angel has fallen © Foto: Universum
Stefan Klug / 06.01.2020, 15:12 Uhr
Frankfurt (Oder) (MOZ) Mike Banning ist der beste Mann des Präsidenten. Schon zweimal hat er dem mächtigsten Mann der Welt das Leben gerettet. Und auch bei einem dritten Anschlag kommt der Personenschützer gerade noch rechtzeitig. Doch aus dem Koma erwacht wird Banning nicht etwa als Held gefeiert, sondern als Hauptverdächtiger vernommen. Bei der Verlegung ins Gefängnis gelingt dem Secret-Service-Mann die Flucht, weil Unbekannte sich seiner bemächtigen. Da ist für Banning klar, dass eine groß angelegte Verschwörung hinter dem Attentat steckt. Und er weiß auch, wo er den Kopf dahinter zu suchen hat. Das Kenntnis allein nutzt jedoch wenig, da immer noch der gesamte Sicherheits-Apparat des Landes hinter ihm her ist.

Never change a winnig team - Protagonisten und Handlung sind im dritten Durchgang bestens eingespielt. Und auch in Sachen Bösewicht und Hintermänner lässtRic Roman Waugh recht schnell die Katze aus dem Sack. Der Zuschauer muss sich also nur noch auf die Jagd sowohl nach Banning wie auch dessen nach den Schuldigen konzentrieren. Das ist einerseits schade, denn damit geht ganz sicher ein gutes Stück Spannung verloren. Andererseits lenkt nichts von der erstklassigen Action und den wirklich gelungenen Spezialeffekten ab. Allerdings hat die ungeteilte Aufmerksamkeit für die Protagonisten den Nachteil, selbige genauer auf deren Einsatztauglichkeit zu überprüfen. Und bei Gerard Butler ist man geneigt, dem Guten etwas mehr Dienstsport zu verordnen. Ob er die vielen Scharmützel Mann gegen Mann alle selbst absolviert hat, darf zumindest angezweifelt werden. Das schien auch der Drehbuchautor gedacht zu haben, der Banning am Ende zum Chef des Secret Service befördert und ihn damit dem operativen Dienst entzieht. Spoiler? Eher nicht, denn wie gesagt, Überraschungen sollte man hier keine erwarten.

Dafür aber ein wirklich erstklassiges Bild. Die 4K-Scheibe liefert tolle Ansichten und spektakuläre Special Effects. Das Bild gibt sich dabei über weite Strecken recht kühl, was aber zum Geschehen passt. Zudem werden die Ansichten auch nie zu dunkel, so dass selbst bei wenig Licht viele Detail erhalten bleiben. Am Ende ein technisch sehr guter und zudem ungemein unterhaltsamer Actioner. Zeit für die Rente, sowohl was Banning als auch seinen Vorgesetzten betrifft.

Genre: Action; FSK: 16 Jahre; Laufzeit: 121 Minuten; Verleih: Universum; Regie:Ric Roman Waugh;Gerard Butler, Danny Huston, Morgan Freeman; USA 2019

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