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10 Minutes Gone
Bruce Willis im Gangster-Milieu

10 Minutes gone
10 Minutes gone © Foto: Tiberius
Stefan Klug / 30.01.2020, 10:42 Uhr
Frankfurt (Oder) (MOZ) Der Plan schien perfekt und ausgeklügelt. In Mannschaftsstärke rein, die Beute suchen und schnell wieder raus. Bis dahin funktionierte der Plan von Pate Rex perfekt. Die Brüder Frank und Joe schienen genau die Richtigen. Doch dann wird beim Banküberfall Alarm ausgelöst, es kommt zu einer wilden Schießerei und die Geschwister müssen den alternativen Fluchtweg nutzen. Hier werden sie niedergeschlagen. Als Frank wieder erwacht ist Joe tot und die Schatulle mit wertvollem Inhalt weg. Frank hat nun Rex gegenüber ein Problem und der wiederum mit seinem Auftraggeber. Während den Boss aber nur die Beute interessiert, möchte der Bankräuber eher klären, wer seinen Bruder erschossen hat. So werden die Gangster selbst zu Detektiven und nicht jeder ist, was er vorzugeben scheint.

Auch im Hause Willis müssen Rechnungen bezahlt werden. Denn allein vom Ruhm vergangener Tag lässt sich nicht leben. Und erst recht nicht davon, filmisch immer auf der richtigen Seiten gestanden zu haben. So wechselt der Action-Star mal eben zu den bad Guys. Doch auch ein gekonnt gespielter Bösewicht kann es im Film-Business immer noch weit bringen. Die Bezahlung für Willis allerdings scheint nicht besonders gewesen zu sein, denn wirklich engagiert wirkt der Stirb-Langsam-Held im neuen Umfeld nicht. Düster dreinblicken, sprachlich die Gangster-Klischees abarbeiten, mehr kommt da nicht. Der Rest der Crew war sicher mehr bemüht, was sich aber nicht wirklich in durchschlagendem Spiel manifestiert hat. Dazu ist es Brian A. Miller weder gelungen, die Action packend zu inszenieren noch wirklich Spannung aufzubauen. Die teils wackelige Handkamera macht das Geschehen dynamischer als es ist. So bleibt trotz des großen Namens auf dem Cover nur Durchschnittsware.

Genre: Action; FSK: 16 Jahre; Laufzeit: 98 Minuten; Verleih: Tiberius; Regie: Brian A. Miller; Bruce Willis; Michael Chiklis, Meadow Williams; USA 2019

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