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Kursk
Russisches Atom-U-Boot versinkt in Barentssee

Stefan Klug / 01.02.2020, 14:56 Uhr
Frankfurt (Oder) (MOZ) Im August 2000 sinkt das russische Atom-U-Boot Kursk nach mehreren Explosionen an Bord auf den Grund der Barentssee. Von den 118 Besatzungsmitgliedern überleben den ersten Teil des Dramas 23, die sich in einen intakten Teil des Bootes retten können. Suchmannschaften der Nordflotte orten sogar Klopfgeräusche. Doch auf Grund technischer Mängel gelingt es den Russen nicht, ihre eigenen Leute zu befreien. Ausländische Hilfsangebote jedoch lehnt die Marineführung aus Angst vor Spionage und Imageverlust ab. Als dann doch NATO-Taucher in die Kursk eindringen können, kommt auch für die letzten Überlebenden jede Hilfe zu spät. Derweil hat man der Öffentlichkeit und vor allem den Angehörigen gegenüber immer noch behauptet, alles im Griff zu haben.

Hoch emotional und dramatisch inszeniert Regisseur Thomas Vinterberg die Stunden vor, während und nach der Katastrophe. Er zeigt die Besatzung als eine verschworene Gemeinschaft, auch unter den Familien über Dienstgrade hinweg. Er stellt die Protagonisten nicht nur als Seefahrer, sondern auch als Freunde, Väter, Ehemänner dar. Ganz im Gegensatz zur Marineführung, bestehend aus alten Kadern des untergegangenen Sowjetreiches, die noch nach den alten Mechanismen agieren. Und die, um eine Schmach zu verhindern, sogar das Leben der eigenen Matrosen aufs Spiel setzen. Sparsam, aber sehr effektvoll eingesetzte Spezialeffekte erzeugen beim Betrachter mitunter Gefühle von Beklemmung, da die Situation unter Wasser sehr realistisch veranschaulicht wird. Neben der seinerzeit Aufmerksamkeit erzeugenden Geschichte trägt auch der internationale und gute Cast zum sehenswerten Gesamtergebnis bei. Matthias Schoenaerts in der Hauptrolle stehen u.a. August Diehl und Matthias Schweighöfer zur Seite. Colin Firth und Max von Sydow sind in Nebenrollen zu sehen. Bei all dieser Akribie wundert es allerdings, dass die russischen Seeleute in englischer Sprache singen - und das gleich mehrfach.

Genre: Drama; FSK: 12 Jahre; Laufzeit: 117 Minuten; Verleih: NewKSM; Regie: Thomas Vinterberg; Matthias Schoenaerts, Léa Seydoux, Peter Simonischek (B 2018)

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