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Maleficent - Mächte der Finsternis
Disney zaubert Dornröschens Fortsetzung mit Angelina Jolie

StefanKlug / 22.02.2020, 07:00 Uhr - Aktualisiert 23.02.2020, 11:56
Frankfurt(Oder) (MOZ) Endlich Frieden. Die Heirat von Aurora, die seit einigen Jahren über das Feen-Reich herrscht und Phillip, dem Sohn des Menschen-Königs, soll das einvernehmliche Zusammenleben garantieren. Um den Pakt zu besiegeln werden die Königin und deren Beschützerin Maleficent ins Schloss gebeten. Doch Königin Ingrith, künftige Schwiegermutter, passt das Vorhaben überhaupt nicht. Sie will niemanden starkes neben sich, schon gar nicht eine Frau wie die dunkle Fee. Sie provoziert so lange, bis es einen Zauberausbruch gibt, in dessen Folge der König mit einem Fluch belegt wird. Nun stehen die Zeichen auf Krieg. Und auf den hat Ingrith schon lange hingearbeitet. Denn im Kellergeschoss des Schlosses lässt sie schon seit längerem Eisenkugeln herstellen, gegen die Feen besonders anfällig sind.

Konnte der Zuschauer im ersten Teil "Maleficent - Die dunkle Fee" noch eine Neuinterpretation der Dornröschen-Geschichte erleben, muss das aktuelle Spektakel mit einer eigenen Story überzeugen. Und die ist weit weniger märchenhaft als mancher wahrhaben will. Schon die FSK-Freigabe 12 Jahre macht deutlich, dass es sich mitnichten um "Kinderkram" handelt. Teile des Filmes sind inhaltlich echt düster, es wird, für Disney fast schon untypisch, auch gestorben und viel gekämpft. Der Märchenanteil, Prinzessin heiratet Prinz, wird eher zur Rahmenhandlung. Mittendrin geht es um Verrat, Interessen, Vorurteile und Macht. Dabei ist nicht alles so, wie es scheint - was für einigermaßen Spannung sorgt.

Lebendiges Märchen

Während also das Mäuse-Imperium inhaltlich von der gewohnten Linie durchaus abweicht, ist man technisch genau dort, wo es sich die Zuschauer wünschen. Die Opulenz an Farben und Effekten ist nah am Overkill. Ein guter Teil des enormen Budgets dürfte für die CGI-Spezialisten draufgegangen sein, die hier eine komplette und einzigartige Welt entstehen ließen. In der bewegen sich Menschen wie Fabelwesen so, als sei es das Natürlichste der Welt. Beeindruckend. Und wer nun noch auf die derzeit höchstmögliche Auflösung zurückgreift, darf das Ganze nicht nur lebensecht, sondern auch in Lebensgröße erleben. Die UHD schaufelt wirklich großartige Bilder auf den Screen jeder Größe. Typisch für das Datei-Format ist zwar alles etwas dunkler abgemischt, aber auch dank des tiefen Schwarz werden die Ansichten nahezu plastisch herausgearbeitet. Aber nicht nur der Kontrast, auch die farbliche Fülle, die Bewegungsschärfe und die vielen, vielen Details vor allem im Feenland sind mehr als überwältigend, ja, märchenhaft, möchte man sagen. Perfekt wäre der Auftritt gewesen, wenn auch das Publikum hierzulande eine Dolby Atmos Spur hätte nutzen können. So bleibt das letzte Quäntchen Raumklang verwehrt.

Genre: Märchen; FSK: 12 Jahre; Laufzeit: 118 Minuten; Verleih: Disney HE; Regie: Joachim Rønning; Angelina Jolie, Elle Fanning, Michelle Pfeiffer; USA 2019

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