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Narco Soldiers
Drogenkrieg in der Dominikanischen Republik

Stefan Klug / 26.02.2020, 17:02 Uhr
Frankfurt (Oder) (MOZ) Seit Jahren schon arbeitet Danny für die Kartelle. Die letzte Zeit in den USA. Dort überwachte er, was aus der DomRep an Drogen in die Staaten kam. Zurück in der Heimat, auch beim alten Kumpel, soll sich aber einiges verändern. Vor allem gedrängt von Marisela, der Verlobten des besten Freundes, möchte man endlich Verantwortung und auch richtig Gewinn. Da der lokale Pate, Don Toribo, nicht wirklich den Mut hat, sich gegen die Konkurrenz aus Kolumbien aufzulehnen, versuchen Danny und seine Leute an den vorhandenen Strukturen vorbei zu agieren. Sie importieren Koka-Paste und machen daraus in einem geheimen Labor Kokain und Heroin. Als das auffliegt, bleibt nur eine Wahl. Gemeinsam mit der korrupten örtlichen Polizei räumt man die Konkurrenz aus dem Weg. Die Kartelle verlieren eine Schlacht, der Krieg steht noch bevor.

Es ist der ewige Kreislauf im Drogen-Geschäft. Irgendwann begeht die zweite und dritte Reihe auf, um in die erste zu rücken. Das endet meistens blutig. So auch hier. Es wird wenig und vor allem belangloses gesprochen und dafür viel und leider ebenso belanglos in der Gegend rumgeballert. Soweit, so bekannt. "Narco Soldiers" kannsich damit nicht vom Durchschnitt des Genres absetzen und bleibt in weiter Entfernung zu Vorzeigetiteln wie "Narcos". Einzig die Namens-Ähnlichkeit verbindet. Und die ist sicher gewollt, um ein wenig Glanz von den Branchenführern abzustauben. Und dennoch ist dieser Streifen anders als die anderen. Während nämlich dort die weiblichen Rollen nur schöne Staffage oder die Bitches sind, tritt hier mit Marisela eine Akteurin auf den Plan. Danny und sein Kumpel agieren eigentlich nur als getriebene. Die fesche Senora dagegen ist der Kopf hinter dem Plan. Und sie ist die Stimme aus dem Off. Denn das ist der zweite, wenn man so will, Unterschied zum Rest. Die ganze Aktion wird dargestellt wie der Versuch, nun endlich mal ein Kartell zu etablieren, das in der DomRep heimisch ist. Als ob das etwas wäre, worauf man stolz sein könnte. Aber, sicher auch hier gut abgekupfert, Escobar & Co waren zumindest eine Zeit lang Volkshelden in ihrer Heimat. Ein wenig von diesem Schein sollte also auch auf Danny und die seinen fallen.

Genre: Action; FSK: 16 Jahre; Laufzeit: 94 Minuten; Verleih: Lighthouse; Regie: Felix Limardo; Rafael Amaya, Carolina Guerra, Ricardo Chavira; USA 2019

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