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Die Eiskönigin 2
Märchenhaft - Wiedersehen mit Elsa, Anna, Olaf und Sven

Stefan Klug / 21.03.2020, 15:43 Uhr - Aktualisiert 27.03.2020, 21:55
Frankfurt (Oder) (MOZ) Seit einigen Jahren nun schon ist Elsa die Eiskönigin und regiert Arendelle mit kluger Hand. Doch in letzter Zeit hört sie immer wieder Stimmen.

Die werden so laut, dass sie ihnen eines Tages folgt. Was dann passiert ist eine mittlere Katastrophe. Denn im geheimnisvollen Wald vor den Toren der Stadt werden dadurch Geister entfesselt, die die Anwohner vertreiben. Schnell zeigt sich für Elsa und ihre Schwester Anna, dass die Lösung des Problems in der familiären Vergangenheit liegt. Die Königin muss hier einige Dinge in Ordnung bringen, die in früheren Zeiten des Königreiches schiefgelaufen sind.

Dass Disney den erfolgreichsten Animationsfilm aller Zeiten fortsetzen wird, war von Anfang an abzusehen. Die Frage war nur, wie man über die Identifikationsfiguren Anna, Elsa, Olaf und Sven hinaus die Geschichte mit Leben und die Zuschauer bei der Stange halten will. Das Mäuse-Imperium hat sich zwar ein paar Jahre Zeit gelassen, die Geschichte nun aber durchaus nachvollziehbar fortgesetzt, ohne dabei die eigenen Ideale zu vernachlässigen. Ohne vom Plot zu viel zu verraten, im Grunde geht es wie bei vielen Produktionen aus dem Hause Disney um Grundwerte. Folge Deiner Bestimmung, sei eins mit der Natur, akzeptiere andere, wie sie sind. Wer will, kann da noch viel hinein interpretieren und Parallelen zum Hier rund Jetzt finden, doch allzu politisch sollte das Werk nicht betrachtet werden. Denn dem Firmengründer ging es in erster Linie immer um Unterhaltung. Und die hat hier einen ganz großen Stellenwert.

Im Focus stehen die beiden Schwestern, dazu kommen der ewige Optimist Olaf und noch einige neue Figuren. Eng wird es dagegen für Sven und Kristoff. Während ersterer noch als knuddeliger Freund des Schneemanns taugt, geht dem Besitzer des Rentiers ein wenig die Bestimmung aus. Darüber hinaus ist der zweite Teil weniger eine Fortsetzung als vielmehr ein Prequel, was Filmemacher immer dann zur Anwendung bringen, wenn ihnen nicht so recht ein Plot gelingen will, eine Top-Geschichte wie die erste, noch zu übertreffen. Das alles wird vor allem das junge Publikum kaum kümmern. Es gibt jede Menge Spaß, eine gute Portion Action, liebgewonnene Figuren und reichlich Gesang. Darüber hinaus ist das Ganze technisch selbstredend auf höchstem Niveau angesiedelt. Für knapp zwei Stunden wird das Wohnzimmer so zu einem atemberaubenden Ort. Denn das muss man den Studios wirklich lassen: Es ist ihnen gelungen, das Märchen neu zu erfinden und dieses inhaltlich wie optisch zu einem Gesamterlebnis zu machen.

Genre: Animation; FSK: o. A.; Laufzeit: 103 Minuten; Verleih: Disney HE; Regie: Chris Buck, Jennifer Lee; USA 2019

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