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Vox Lux
Portman-Drama: Nach Schul-Amoklauf Popstar

Stefan Klug / 13.05.2020, 05:30 Uhr
Frankfurt (Oder) (MOZ) Als Teenager überlebt Albertine nur knapp ein Schulmassaker. Die Trauer über das Geschehene verarbeitet sie in einem Song, der sie berühmt macht. Doch auch als Pop-Star Celeste hat sie mit ihrer Vergangenheit zu kämpfen.

18 Jahre sind vergangenen seit den schlimmsten Stunden ihres Lebens. Eine Narbe am Hals, aber vor allem die steten Albträume erinnern sie immer wieder daran. Mittlerweile ist die Mittdreißigerin eine große Nummer im Showgeschäft, bereitet die Veröffentlichung ihres neuen Albums "VoxLux" vor. Sie hat eine Tochter in dem Alter, in dem sie einst war, als die verhängnisvollen Schüsse fielen. Doch Celeste ist heute eine ganz andere. Alkohol, Tabletten, der Ruhm und die Omnipräsenz in den Medien haben sie geprägt. Sie ist ein schwieriger Charakter, der nicht selten sich und seinerFamilie im Wege steht.

Wenn jemand wie Brady Corbet einen Film inszeniert, darf man Insiderwissen vermuten. Schließlich steckt der Schauspieler und Neu-Regisseur tief mit drin im Entertainment-Business. Tatsächlich bleibt er jedoch meist an der glitzernden Oberfläche hängen. Ja, die Geschichte von Celeste ist im Schnelldurchlauf die Starwerdung weniger durch eigene beharrliche Arbeit, sondern eher durch prägende äußere Einflüsse. So tragisch das Initial einst gewesen sein mag, zwei Dekaden später fragt niemand mehr danach. Im Lichte der Öffentlichkeit hat der Celebrity stets verfügbar zu sein. Daran sind schon ganz andere zerbrochen.

Natalie Portman ist durchaus sehenswert auf ihrem filmischen Selbstzerstörungstrip. Sie ist es dann auch, die wirklich überrascht. Zwar hat sie, beispielsweise in "Black Swan", schon eine dunkle Seite von sich gezeigt. Hier aber darf sie mal nicht nur gegen ihre Rolle, sondern auch gegen andere austeilen. Das zeigt neue, interessante Seiten.

Genre: Drama; FSK: 12 Jahre; Laufzeit: 114 Minuten; Verleih: Koch; Regie: Brady Corbet; Natalie Portman, Jude Law, Stacy Martin; USA 2018

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